Der bvse informiert den Mittelstand über Abfall, Sekundärrohstoffe, Recycling und Entsorgung.

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Bildquelle: VOEB

Neu veröffentlichte Daten des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz (BMLUK) und des Umweltbundesamts zur Abfallwirtschaft zeigen: Österreichs Haushalte sammeln 1,5 Millionen Tonnen Altstoffe getrennt – umgerechnet 163 Kilogramm je Einwohnerin und Einwohner. 

Damit macht die getrennte Altstoffsammlung rund ein Drittel (32 %) des gesamten Siedlungsabfallaufkommens aus Haushalten und ähnlichen Einrichtungen aus.

Zur Abfallgruppe der Altstoffe zählen all jene Wertstoffe, die getrennt gesammelt werden, um sie stofflich zu verwerten. Durch die getrennte Sammlung bleiben die Materialien im Kreislauf und können zu neuen Rohstoffen werden. Zu Altstoffen zählen zum Beispiel Altpapier und Kartonagen, Glas- und Metallverpackungen, Alttextilien, Leichtverpackungen oder Altholz.

Gabriele Jüly, Präsidentin des VOEB: „Alte Zeitungen, Getränkedosen, Glasflaschen, Verpackungen: Das sind alles wertvolle Altstoffe, die von unseren Betrieben verwertet und recycelt werden. So schonen wir Ressourcen und Energie und tragen zum Umweltschutz bei. Die aktuellen Zahlen belegen eindrucksvoll, wie fleißig Altstoffe in Österreich getrennt werden. Auf diesem Engagement lässt sich hervorragend aufbauen.“

Tirol, Oberösterreich und Salzburg sammeln am meisten

Der Blick auf die Bundesländer zeigt jedoch ein etwas unterschiedliches Bild: Tirol sammelt mit 218 Kilogramm pro Einwohner:in (EW) mit Abstand die meisten Altstoffe und liegt damit rund 55 Kilogramm über dem Österreich-Schnitt. Dahinter folgen Oberösterreich (195 kg/EW), Salzburg (179 kg/EW), das Burgenland und die Steiermark (je 176 kg/EW) und Niederösterreich (169 kg/EW). Unter dem Bundesschnitt liegen Kärnten (155 kg/EW), Vorarlberg (152 kg/EW) und – mit deutlichem Abstand – Wien mit 103 Kilogramm pro Einwohner:in, also weniger als die Hälfte des Tiroler Werts.

Jüly: „Die Zahlen zeigen ein unterschiedliches Trennverhalten, das stark von der jeweiligen Siedlungsstruktur geprägt ist. In eher ländlich geprägten Regionen fällt die Pro-Kopf-Sammelmenge höher aus, während sie in Städten niedriger ausfällt. Gründe dafür liegen in der Sammelinfrastruktur, aber auch bei der Bewusstseinsbildung. Die Unterschiede zeigen, dass insbesondere in urbanen Räumen noch Potenzial besteht, durch verbesserte Sammlung die Kreislaufwirtschaft weiter zu stärken.“

Altpapier führt die Sammlung an – die Leistung dahinter kommt von den Betrieben

Welche Altstoffe werden von Österreichs Haushalten am meisten gesammelt? Der größte Teil entfällt auf wenige Fraktionen: Altpapier, Drucksorten und Verpackungen stellen mit rund 37 Prozent die mit Abstand größte Menge, gefolgt von Altholz (20 %) und Glasverpackungen (17 %). Getragen wird diese Bilanz von der Infrastruktur der heimischen Abfallwirtschaft: 2024 waren österreichweit rund 3.600 Anlagen zur Verwertung, Vorbehandlung und Beseitigung in Betrieb, darunter 331 Sortier- und Aufbereitungsanlagen für Altstoffe. 

Jüly: „Jede getrennt gesammelte Tonne geht anschließend durch die Hände der österreichischen Abfall- und Recyclingbetriebe: Sie betreiben Tag für Tag die flächendeckende Sammel-, Sortier- und Verwertungsinfrastruktur, die aus getrenntem Abfall wieder wertvolle Rohstoffe macht. Doch gelingen kann das nur im Zusammenspiel: Was die Haushalte sorgfältig trennen, führen die Betriebe in den Kreislauf zurück. Erst beide gemeinsam ermöglichen diese positive Trennbilanz.“

Zum Download:

Die Bestandsaufnahme der Abfallwirtschaft in Österreich, Statusbericht 2026 für das Referenzjahr 2024, BMLUK 

VOEB-Präsentation

Quelle und weitere Informationen: https://www.voeb.at

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