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Pellenc ST und Polytag erproben eine gemeinsam entwickelte UV-basierte Identifikations- und Sortiertechnologie erstmals unter realen Bedingungen in der industriellen Sortieranlage des SUEZ-Werks in Avonmouth (Großbritannien). Der Start ist für das zweite Quartal 2026 vorgesehen.

0430 PellencST SUEZRecycling hat sich von der groben Sortierung hin zur präzisen Stofftrennung entwickelt. Unsichtbare UV-Tags – verwaltet über die Polytag-Datenplattform und die optische Sortiertechnologie von Pellenc ST – ermöglichen es, einzelne Verpackungen auf Barcode-Ebene zu erkennen und zu trennen. Dadurch können Sortier- und Verwertungsspezifikationen deutlich genauer umgesetzt und echte geschlossene Kreisläufe im industriellen Maßstab realisiert werden.

Pellenc ST, ein führender Anbieter von Sortierlösungen, und Polytag, eine innovative Datenplattform für Verpackungsinformationen in der Kreislaufwirtschaft, kündigen die erste Implementierung ihrer gemeinsamen UV-Tag-Erkennungs- und Sortierlösung in einem operativen Recyclingzentrum von SUEZ an. Der Start ist für das zweite Quartal 2026 geplant.

Aufbauend auf einem im Innovationszentrum von Pellenc ST validierten Prototypen wird das UV-Erkennungsmodul in eine kommerzielle Sortieranlage bei SUEZ in Avonmouth integriert – ein wichtiger Meilenstein für die großtechnische Anwendung digitaler Wasserzeichen im Recyclingprozess.

Das neue Modul kombiniert die Erkennung von UV-Wasserzeichen – auf GS1-konformen Data-Matrix-Codes, die für das menschliche Auge unsichtbar, aber unter UV-Licht lesbar sind und einzelne Verpackungen eindeutig identifizieren – mit den leistungsstarken Nahinfrarot-(NIR)-Sortiersystemen von Pellenc ST. So können Verpackungen in Echtzeit identifiziert und sortiert werden, wodurch Recycler und Markenhersteller erstmals detaillierte Einblicke in die Materialströme ihrer Anlagen erhalten.

Die Anwendung zeigt, wie intelligente Verpackungen und offene Datenstandards die Anforderungen der EU-Verpackungsverordnung unterstützen können, die verbindliche Ziele für Recyclingfähigkeit und Rezyklatanteile vorgibt. Gleichzeitig adressiert sie die kommende EU-Vorgabe eines digitalen Produktpasses, der eine nachvollziehbare digitale Identität von Produkten über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg sicherstellen soll.

Quelle und weitere Informationen: www.suez.com

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