Der bvse informiert den Mittelstand über Abfall, Sekundärrohstoffe, Recycling und Entsorgung.

Sie sind hier:
Foto: STEINERT

Verjüngung von innen heraus: Eine 10 bis 15 Jahre alte Maschine auf den neuesten Stand der Technik zu bringen, damit sie noch viele Jahre lang produzieren kann, das gelingt mit der Produktreihe MSort.

0414 STeinert Lukas Armatys Managing Director of STEINERT MSort GmbH 002Lukas Armatys, Geschäftsführer der STEINERT MSort GmbH in Wedel kann seinen Kunden nun die Separation von HR Glass und Kunststoffen anbieten – günstiger als andere Hersteller. Foto: STEINERTEin Upgrade ermöglicht die Ausschleusung des Störstoffs HR Glass (heat-resistant glass) oder Kunststoff in einem Sortierschritt mit KSP (Keramik, Steine, Porzellan). Günstiger geht es kaum, denn diese Weiterentwicklung können die Experten auch in bestehende Maschinen einbauen.

Lukas Armatys, Geschäftsführer der STEINERT MSort in Wedel, ist stolz auf seine Leute. Die Produktentwicklung hat ein Problem gelöst, für das andere Hersteller eine sehr viel kostspieligere Technik benötigen.

„Wir können jetzt neben den bekannten Störstoffen wie KSP und Metall auch hitzebeständiges Glas und auch Kunststoff, in Kombination mit der Farbsortierung in einem einzigen Arbeitsschritt erkennen und aussortieren. Da es die Neuheit als Upgrade für alle alten Sortiersysteme gibt, ist die Anschaffung dieser Sortierlösung viel günstiger als bei anderen. Und die aufwändigen Umbauarbeiten fallen auch weg“, sagt Armatys.

Das ist eine sehr gute Nachricht für alle Glasrecycler, egal ob sie mit Flach- oder Hohlglas arbeiten. Denn lästige und teure Aus- und Einbauarbeiten von Sortiersystemen bleiben aus; die neuen Sortierlösungen kommen einfach per Upgrade in die Maschine.

Warum HR Glass (hitzebeständiges Glas) ein Störstoff ist und wie man ihn aussortiert

0414 STeinert Container glass with HR glass removed 002Behälterglas, das von HR Glass befreit wurde. Foto: STEINERTDa Recycler im Altglas Recycling einen möglichst sauberen Closed Loop zurück zu neuen Flaschen und Gläsern erzeugen möchten, brauchen Schmelzer einen Scherbenstrom, der zum Remelt von Verpackungsglas geeignet ist.

Die Temperaturbeständigkeit von Glas, die im Gebrauch wichtig ist, ist im Schmelzprozess hinderlich und so unterscheidet sich HR Glass vom üblichen Behälterglas für Flaschen und Gläser in seiner Zusammensetzung und Schmelzverhalten und muss deshalb raus.

Wenn die Eigenschaften eines Störstoffs, die zur Detektion herangezogen werden, dem Zielprodukt (zum Beispiel Flint Glas) aber sehr ähnlich sind, dann wird die Lösung dieser Sortieraufgabe zur Herausforderung.

Die Entwickler haben es dennoch geschafft, dass sowohl Kunststoffe als auch HR Glass (beides kann Weißglas ähneln), mit einfacher, also günstiger Sensortechnik aufzuspüren.

Um den Unterschied zu finden, machten sich die Ingenieure Wellenlängen außerhalb des sichtbaren Spektrums zu Nutze. Dafür haben sie zig Glasscherben getestet und ausgewertet. Denn es gibt viele verschiedene HR Glass Arten, die nicht in den normalen Verpackungsglas-Strom gehören: Dazu gehören vor allem Mikrowellen,- Ofen- und Kochgeschirrglas, oder ähnliche Spezialgläser wie Ceranfelder, aber auch Schutzscheiben von Kaminen.

0414 Steinert MSort AX 004Die MSort AX kann jetzt neben Störstoffen wie KSP und Metall auch hitzebeständiges Glas und Kunststoff, in Kombination mit der Farbsortierung, in einem einzigen Arbeitsschritt, erkennen und aussortieren. Foto: STEINERTMSort AX seit Monaten sicher im Betrieb

Beweisen konnte sich die Neuentwicklung schon eine ganze Weile bei einem langjährigen Glasrecycling-Kunden. Hier läuft das 14 Jahre alte Sortiersystem jetzt mit der Neuentwicklung. Die neusten Tests zeigen, dass die MSort AX das HR Glass zu 99 % detektiert und ausschleust. Für den Kunden war das effizient: kein Umbau an der Anlage, sondern wenige Tage für das Upgrade und die Ergebnisse sind top.

Testen Sie Ihr Material im Test Center in Wedel
Für Interessierte, die die neuen Möglichkeiten nutzen möchten, gibt es Sortiertests im Test Center in Wedel. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin mit Ihrem Glasrecycling-Experten.

Quelle: STEINERT GmbH

Mitglied werden Presse top