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Schlechte Noten für kommunale Wertstoffhöfe

In vielen Kommunen und Städten wird es Verbrauchern erschwert, Wertstoffe ordnungsgemäß zu entsorgen.

Zu diesem Ergebnis kommt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) nach einer aktuellen Überprüfung von insgesamt 70 Wertstoffhöfen in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland, Bremen und Hamburg.

Die DUH fordert Kommunen dazu auf, ihrer Verantwortung für den Klima- und Ressourcenschutz nachzukommen, indem sie eine flächendeckende, zumutbare und serviceorientierte Wertstoffsammlung anbieten. Damit soll verhindert werden, dass Wertstoffe und schadstoffhaltige Abfälle unsachgemäß im Restmüll oder der Umwelt entsorgt werden.

Die Überprüfung der DUH ergab, dass schadstoffhaltige Bauschaumdosen im Sperrmüll entsorgt wurden. "Für die Entsorgung schadstoffhaltiger Abfälle gelten besondere Vorgaben wie die Annahme durch geschulte Personen, eine strikte Getrennthaltungspflicht sowie eine sichere Lagerung. Trotzdem wurden schadstoffhaltige Bauschaumdosen vom Personal falsch im Sperrmüll entsorgt. Das darf nicht passieren und muss durch ein entsprechendes Qualitätsmanagement ausgeschlossen werden", fordert DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer.

Auch wird noch immer viel zu wenig Wert auf die konsequente Umsetzung der fünfstufigen Abfallhierarchie gelegt. An erster Stelle steht die Abfallvermeidung, gefolgt von der Wiederverwendung.

"Durch abfallberatende Tätigkeiten können Bürger über Strategien und Maßnahmen zur Abfallvermeidung informiert und im Wiederverwendungsbereich durch das Angebot gebrauchter Geräte zur erneuten Nutzung funktionstüchtiger Produkte angeregt werden. Eine Tauschbörse oder einen Wiederverwendungsbereich gab es jedoch nur bei rund dreißig Prozent der von der DUH untersuchten Wertstoffhöfe. Abfallberatende Tätigkeiten fanden praktisch nicht statt. Hier besteht noch ganz viel Luft nach oben", sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.

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