Die Schweizer Kehrichtverwertungsanlagen (KVA) haben 2025 insgesamt 0,5 Prozent mehr Abfall thermisch verwertet als im Vorjahr. Gleichzeitig gingen die Abfallimporte aus den Nachbarländern – darunter Deutschland – um insgesamt 32.000 Tonnen beziehungsweise 0,8 Prozent zurück. Das geht aus der aktuellen energetischen Bewertung der 29 Schweizer KVA hervor, die die Rytec AG nach einem einheitlichen europäischen Standardverfahren erstellt.
Während die Importe leicht sanken, nahmen die Inlandanlieferungen um 40.000 Tonnen (+1,0 Prozent) zu. Insgesamt verbrannten die Anlagen rund 22.000 Tonnen mehr Abfall als 2024. Den größten Zuwachs verzeichneten kommunale Abfälle aus Haushalten und Kleingewerbe (+44.000 Tonnen bzw. +2,5 Prozent), während die Mengen aus Gewerbe und Industrie nahezu stagnierten.
Für die Kreislaufwirtschaft besonders interessant ist eine Neuerung im Bericht: Erstmals werden die Stoffströme der Zinkrückgewinnung aus Flugaschen separat ausgewiesen. Damit schafft der Bericht mehr Transparenz über die Verwertung mineralischer Rückstände und die Rückgewinnung von Metallen aus der thermischen Abfallbehandlung. Zudem exportierten die Schweizer KVA 2025 rund 47.760 Tonnen Schlacke ins Ausland; nach der Metallentfrachtung wurden davon 42.780 Tonnen deponiert.
Der jährlich erscheinende Bericht, den die Rytec AG im Auftrag des Bundesamts für Energie (BFE), des Bundesamts für Umwelt (BAFU) sowie des Verbands der Betreiber Schweizerischer Abfallverwertungsanlagen (VBSA) erstellt, vergleicht die Schweizer Anlagen anhand einheitlicher Kennzahlen wie energetischer Nettoeffizienz sowie Strom-, Wärme- und Kesselwirkungsgrad und gilt als wichtige Referenz für die energetische Bewertung der thermischen Abfallverwertung.
>>> Zum Bericht 2025
Quelle: https://rytec.ch/kva-bericht-2025-veroeffentlicht/