Mehr Bio- und Grüngutabfälle sowie insgesamt höhere Pro-Kopf-Mengen
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, beläuft sich das Gesamtabfallaufkommen aus Haushalten und Kleingewerbe auf 6,32 Millionen Tonnen. Das sind 4,5 Prozent bzw. 18 Kilogramm pro Einwohner mehr als im Vorjahr. Dabei steigen die Mengen bei allen Abfallarten. Mit 8,5 Prozent verzeichnet das Bioabfallaufkommen den stärksten Anstieg. Das Pro-Kopf-Aufkommen von Haus- und Sperrmüll hat seit 2020 erstmals wieder zugenommen.
Im Jahr 2024 sind nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik in Bayern insgesamt rund 6,32 Millionen Tonnen Abfälle aus Haushalten und Kleingewerbe eingesammelt worden. Das sind rund 272 000 Tonnen bzw. 4,5 Prozent mehr als im Jahr 2023. Pro Einwohner fallen damit 478 Kilogramm Abfälle an. Das entspricht einem Anstieg von 18 Kilogramm im Pro-Kopf-Vergleich zum Vorjahr.
Haus- und Sperrmüll mit über einem Drittel am Gesamtaufkommen größter Posten
Bayernweit ist das Pro-Kopf-Aufkommen von Haus- und Sperrmüll im Jahr 2024 erstmals seit 2020 wieder gestiegen, auf 170 Kilogramm je Einwohner. Mit 2,25 Millionen Tonnen macht der Haus- und Sperrmüll 35,6 Prozent vom Gesamtaufkommen aller Abfälle aus Haushalten und Kleingewerbe aus. Damit bildet der Haus- und Sperrmüll den größten Posten bei den eingesammelten Haushaltsabfällen. Danach folgen mit 33,3 Prozent die getrennt erfassten organischen Abfälle (Garten- und Parkabfälle sowie Abfälle aus der Biotonne) und mit 29,9 Prozent Wertstoffe wie Papier, Pappe und Kartonagen sowie Behälterglas, Metalle oder Leichtverpackungen.
Anstieg bei organischen Abfällen besonders deutlich
Das Abfallaufkommen im Jahr 2024 steigt im Vergleich zum Vorjahr bei allen Abfallarten an. Betrachtet man die einzelnen Abfallarten, verzeichnen die getrennt erfassten organischen Abfälle mit 8,5 Prozent den stärksten prozentualen Anstieg bei den mengenmäßig relevantesten Abfallarten. Absolut nimmt die Menge von 1,94 Millionen auf 2,10 Millionen Tonnen zu.
Die Menge an Haus- und Sperrmüll steigt im Vorjahresvergleich von 2,17 Millionen Tonnen um 3,4 Prozent auf 2,25 Millionen Tonnen. Dieser Anstieg ist möglicherweise auf das Hochwasserereignis in Schwaben zurückzuführen. Bei den Wertstoffen erhöht sich das Aufkommen mit 1,2 Prozent geringfügig im Vergleich zum Vorjahr (2023: 1,87 Millionen Tonnen, 2024: 1,89 Millionen Tonnen).

Interaktive regionale Müllkarte im Statistikportal des Bundes und der Länder
Der Regionalatlas im Statistikportal des Bundes und der Länder bietet einen schnellen Überblick über die regionalen Besonderheiten der Haushaltsabfälle auf einer interaktiven Karte. Neben den verschiedenen Abfallarten lassen sich mit dem „Regionsradar“ verschiedene Regionen gegenüberstellen. Ein Klick rechts unten öffnet die Funktion „Regionsradar“. Wenn man einen Ort in der Karte ausgewählt hat, kann man im Regionsradar Nachbarschaftsvergleiche, den Deutschlandvergleich und die deutschlandweite Platzierung anzeigen lassen. Die Müllkarte ist abrufbar unter: https://regionalatlas.statistikportal.de/

Quelle und weitere Informationen: www.statistik.bayern.de