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Hündgen Entsorgung innovativ und erfolgreich

Das familiengeführte Traditionsunternehmen Hündgen Entsorgung feierte am 21. September auf seinem 30.000 Quadratmeter großen Firmengelände am Rande von Ollheim seinen 70. Geburtstag.

10 15 Herr Rehbockbvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock     Foto: bvseMehr als 500 Gäste, darunter der nordrheinwestfälische Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP), der Bundestagsabgeordnete Dr. Norbert Röttgen (CDU), die Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner und viele weitere bekannte Persönlichkeiten aus Politik und Entsorgungswirtschaft, waren der Einladung zum Jubiläum gefolgt.

Hündgen seit 70 Jahren vorbildlich

Innovativ, lösungsorientiert und immer nah am Kunden sei das Erfolgsrezept, mit dem das Swisttaler Traditionsunternehmen die Seele des Mittelstands verkörpere, erklärte bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock in seiner Laudatio. Hündgen sei der beste Beweis dafür, dass der immer wieder totgesagte Mittelstand noch quicklebendig ist, so Rehbock.

„Als unsere Eltern vor 70 Jahren mit einem Traktor und Anhänger begannen, die Bevölkerung mit Kartoffeln und Briketts zu versorgen, ahnten sie nicht, dass daraus schon bald ein großer Fuhrbetrieb werden sollte“, blickte der geschäftsführende Gesellschafter Winfried Hündgen auf die Anfangszeit der Firma Hündgen Entsorgungs GmbH & Co. KG aus Ollheim zurück.

Als eines der größten Dienstleistungsunternehmen in der Region kümmert sich Hündgen heute um die fachgerechte Entsorgung aller Arten von Abfällen. Dabei erstreckt sich das Serviceangebot über die Bereiche Transport, Sortierung sowie Vermarktung wiederverwertbarer Rohstoffe.

Das im Jahre 1949 von Anna und Peter Hündgen gegründete Familienunternehmen hat sich im Laufe der Zeit zu einem modernen mittelständischen Betrieb mit 140 Beschäftigten entwickelt. Heute unterhält Hündgen zwei Standorte: Der Geschäftssitz befindet sich am Stammsitz in Ollheim, im Bonner Industriegebiet Broichstraße gibt es eine weitere Niederlassung.

200.000 Tonnen Abfälle werden jährlich verwertet

10 15 Herr HündgenGeschäftsführer Winfried W. Hündgen     Bild: bvseEnde der 1960er Jahre sei der erste Container-Lkw gekauft worden und 1970 habe die Firma die erste Kiesgrube gepachtet, womit der Einstieg in die Müllbeseitigung und spätere Müllsortierung begann, erinnerte sich Winfried Hündgen.

Auf dem jetzigen Firmengelände werden jährlich ungefähr 200.000 Tonnen Abfälle behandelt, sortiert und verwertet, was ungefähr der Hälfte der genehmigten 450.000 Tonnen pro Jahr entspricht. Gemeinsam mit den dualen Systemen sorge Hündgen dafür, dass in Deutschland die Kreislaufwirtschaft funktioniere.

„Der Müllberg von heute ist der Rohstoffberg von morgen“, zeigte sich Juniorchef Christian Hündgen optimistisch.

Daher sei die Firmenphilosophie nachhaltig orientiert:

„Wir beraten unsere Kunden zuerst, ob es Möglichkeiten der Müllvermeidung gibt. Wenn das nicht der Fall ist, überlegen wir gemeinsam, ob man etwas Neues aus dem Abfall machen kann. Und wenn auch das nicht hilft, denken wir darüber nach, ob man wenigstens einen neuen Brennstoff daraus gewinnen kann."

So habe man schon vor Jahren Ersatzbrennstoffe ins Braunkohlekraftwerk nach Hürth geliefert. Doch weil es dort versäumt worden sei, die Genehmigung rechtzeitig zu verlängern, liefere man die Ersatzbrennstoffe nun in andere Kraftwerke.

Zudem arbeite man mit Forschungseinrichtungen und Startups an Pyrolyseverfahren, um aus Abfall Strom und später andere alternative Energieträger herzustellen.

Der richtige Schritt zur richtigen Zeit

Mit einer neuen hochmodernen Sortieranlage, die 2018 in Betrieb genommen wurde, untermauert die mittlerweile durch die 2. und 3. Generation geführte Hündgen Entsorgung ihre Marktposition und die Bedeutung für die Region, machte bvse-Hauptgeschäftsführer Rehbock deutlich. Sie hat die Bedeutung einer Sortieranlage als Schlüsseltechnologie für das Recycling nicht nur erkannt – sondern auch gehandelt. 

Gemeinsam mit Anlagenbauer Steinert hat das Mittelstandsunternehmen eine Sortieranlage realisiert, die zu den modernsten Deutschlands gehört und mit einem Anteil von mindestens 50 % Sekundärrohstoffen für die werkstoffliche Verwertung auf Anhieb die Vorgaben des Verpackungsgesetzes erfüllt.

Die genehmigte Gewerbeabfallsortieranlage komplettiert das Leistungsspektrum. Werkstofflich nicht mehr verwertbare Materialien werden in der eigenen Aufbereitungsanlage zu hochwertigen Ersatzbrennstoffen hergestellt.

Von Greta Thunberg inspiriert

Greta Thunberg habe den Klimaschutzaktivitäten einen Namen gegeben, „und auch wir wurden davon inspiriert“, gab Winfried Hündgen zu. So habe sein Unternehmen schon seit Jahren die Potenziale in der Abfallverwertung gesehen und daher den Betrieb daraufhin ausgerichtet.

„Wir hoffen, bald unsere eigene Kunststoffverwertungsanlage aufbauen und in Betrieb nehmen zu können“, blickte er voraus. Dort sollen aus Kunststoffabfällen Recyclate für neue Produkte gewonnen werden soll. Aber auch die Kunststoff- und anderen Abfallgemische müssten einer Verwertung zugeführt werden, so Hündgen.

00 Pressebild 70 Jahr Feier 2019 bvse(von links): Juniorchef Christian Hündgen, Geschäftsführer Benedikt Althaus vom VVWL, Professor Dr. Stephan Wimmers (Geschäftsführer IHK Bonn/Rhein-Sieg), Etta und Winfried Hündgen, Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner, Gewerbevereinsvorsitzender Stefan Lütke, MdL Oliver Krauß, Eric Rehbock (Hauptgeschäftsführer bvse e.V.) und Hündgen-Tochter Hanna Hesse

 

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