Das Umweltbundesamt (UBA) hat neue Daten zum Verbrauch von Einwegkunststoffprodukten in Deutschland veröffentlicht.
Grundlage ist die europäische Einwegkunststoffrichtlinie, die eine Verringerung bestimmter Einwegprodukte wie Getränkebecher und Lebensmittelverpackungen aus Kunststoff zum Ziel hat. 2022 ist das erste Jahr, für das Deutschland hierzu verpflichtend Bericht erstattet.
Demnach wurden im Jahr 2022 in Deutschland insgesamt 396 Kilotonnen beziehungsweise 36,1 Milliarden Einwegartikel verbraucht, die unter diese Vorgaben fallen. Diese Produkte enthielten zusammen 294,2 Kilotonnen Kunststoff. Der größte Anteil des Verbrauchs entfiel auf Lebensmittelverpackungen: Sie machten 83 Prozent der Masse (einschließlich Verschlüssen und Deckeln) aus, während 17 Prozent auf Getränkebecher entfielen. Bezogen auf die Stückzahl lag der Anteil der Lebensmittelverpackungen bei 78 Prozent, Getränkebecher kamen auf 22 Prozent.
Von den insgesamt erfassten 36,1 Milliarden Einwegartikeln bestanden 28,0 Milliarden vollständig aus Kunststoff und wiesen eine Gesamtmasse von 287,5 Kilotonnen auf. Weitere 8,1 Milliarden Produkte bestanden nur teilweise aus Kunststoff; ihre Gesamtmasse betrug 108,2 Kilotonnen, davon entfielen 6,7 Kilotonnen auf den Kunststoffanteil.
Mit der Veröffentlichung schafft das UBA eine belastbare Datengrundlage für die weitere Bewertung der Verbrauchsentwicklung von Einwegkunststoffen in Deutschland.
Die Studie zum Download: www.umweltbundesamt.de
Quelle und weitere Informationen: www.umweltbundesamt.de