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Kaskadennutzung von Altholz in Bayern

In welchen Mengen und welchen Qualitäten fällt Altholz aus Gebäudeabbrüchen in Bayern an? Wie viel davon kann recycelt werden? Birgt ein solches, eventuell sogar mehrmaliges Recycling Vorteile für die Umwelt? Eine Studie an der Holzforschung München hatte zum Ziel, diese Fragen zu beantworten. Sie analysierte hierzu detailliert das in Bayern in Gebäuden verbaute Holz und erstellte umfassende Ökobilanzen verschiedener Altholznutzungsoptionen.

Angesichts einer steigenden Nachfrage nach Holz insbesondere zur Energieerzeugung im Laufe der letzten Jahre wird die Kaskadennutzung als Möglichkeit gesehen, den knappen Rohstoff Holz effizienter zu nutzen. Als Kaskadennutzung wird in der Regel die aufeinander folgende, mehrmalige Nutzung eines Rohstoffs zur Herstellung von Produkten gefolgt von einer abschließenden thermischen Verwertung verstanden. Nicht gemeint ist jedoch die Verwertung von Koppelprodukten, wie sie beispielsweise als Sägenebenprodukte im Zuge der Schnittholzherstellung anfallen.

Voraussetzung für eine Holznutzung in Kaskaden ist das Vorhandensein von Gebrauchtholz (Altholz) in ausreichender Qualität und Menge. Insbesondere für hochwertige Folgenutzungen, etwa im Bereich Innenausbau, aber auch für tragende Anwendungen, sollte das Altholz möglichst großformatig und nicht verunreinigt sein.

Diese Voraussetzungen sind derzeit in der Praxis mit wenigen Ausnahmen aber noch kaum realisiert. Besonders Altholz aus Gebäudeabbrüchen scheint aber für den möglichen zukünftigen Ausbau der Kaskadennutzung interessant. Bisher werden zwar die anfallenden Altholzmengen erfasst, jedoch in der Regel ohne Angaben zu qualitätsbestimmenden Merkmalen.

Ziel eines Projekts des Lehrstuhls für Holzwissenschaft war es daher, die potenzielle Menge und Qualität des jährlich aus dem bayerischen Gebäudebestand anfallenden Altholzes zu bestimmen. Darauf aufbauend wurden Ökobilanzen verschiedener Holznutzungskaskaden erstellt, um Empfehlungen für eine effiziente Nutzung dieses Potenzials abzuleiten.

Den vollständigen Bericht aus LWF-aktuell 109 finden Sie auf der Webseite der Bayerischen Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft:  www.lwf.bayern.de

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