Bau der neuen CDE-Waschanlage in der Endphase – aktueller ICER-Bericht zeigt Chancen für die Niederlande auf
Das niederländische Familienunternehmen Van de Beeten, das sich von einem landwirtschaftlichen Lohnunternehmen zu einem führenden Anbieter in den Bereichen Tiefbau, Erdarbeiten und Recycling entwickelt hat, ist seinem Ziel, die Kreislaufwirtschaft in den Niederlanden weiter zu stärken, einen entscheidenden Schritt näher gekommen. Die jüngste Investition des Unternehmens – eine neue Recycling-Waschanlage für Bauabfälle, entwickelt und gebaut von den Nassaufbereitungsexperten CDE – befindet sich in der letzten Bauphase.
Van de Beeten wurde 1940 gegründet und hat sich von seinen Anfängen im landwirtschaftlichen Dienstleistungs- und Lohnunternehmergeschäft zu einem vielseitigen Unternehmen für Tiefbau und Baustoffaufbereitung mit Hauptsitz in Veghel in den Niederlanden entwickelt.
Seit dem Einstieg in den Erdbau in den 1960er-Jahren hat das Unternehmen seine Kompetenzen kontinuierlich erweitert. Heute deckt Van de Beeten die Bereiche Infrastruktur, Erdarbeiten und Baustoffaufbereitung ab und zählt zu den wichtigen Akteuren der niederländischen Bauwirtschaft.
Mit rund 250 Mitarbeitenden an mehreren Standorten hat das familiengeführte Unternehmen sein Geschäft konsequent in Richtung Kreislaufwirtschaft ausgebaut. Dazu gehört unter anderem die Herstellung und Wiederverwendung sekundärer Baustoffe wie recyceltem Beton.
Unterstützung der niederländischen Ziele für 2050
Bildquelle: CDEDiese Entwicklung bildet die Grundlage für die jüngste Investition in eine Nassaufbereitungsanlage von CDE, mit der die Rückgewinnung wertvoller Materialien weiter verbessert und gleichzeitig die Betriebseffizienz gesteigert werden soll. Damit unterstützt Van de Beeten die niederländische Zielsetzung, bis 2050 eine vollständig kreislauforientierte Wirtschaft zu erreichen.
Das Projekt wird teilweise durch Fördermittel des niederländischen Ministeriums für Klima und Grünes Wachstum unterstützt. Die Anlage mit einer Verarbeitungskapazität von 12 Tonnen pro Stunde soll noch im Laufe des Jahres 2026 in Betrieb genommen werden.
Verarbeitet werden verschiedene Materialströme, darunter Recycling-Gesteinskörnungen, gebrochener Beton, Gleisschotter sowie weitere Materialien aus der bestehenden Brech- und Vorsiebanlage des Unternehmens. Die einzelnen Materialströme werden getrennt und nicht als Mischmaterial verarbeitet. Dadurch können selbst schwer zu entfernende Verunreinigungen zuverlässig ausgeschieden sowie Qualität und Ausbeute der Endprodukte verbessert werden.
Zum Produktspektrum gehören unter anderem die Kornfraktionen 0–2 mm, 0–4 mm und 4–8 mm, die in unterschiedlichen Anwendungen wie Pflasterbau sowie als Betonsand eingesetzt werden.
Beitrag zur Bewältigung der Rohstoffherausforderung
Der Auftrag für das Projekt wurde im vergangenen Jahr (2025) unterzeichnet – kurz nach der Veröffentlichung des aktuellen Integrated Circular Economy Report (ICER). Der zweijährlich erscheinende Bericht der niederländischen Umweltbewertungsbehörde PBL Netherlands Environmental Assessment Agency kommt zu dem Schluss, dass es den Niederlanden bislang nicht gelungen ist, den Verbrauch von Primärrohstoffen deutlich zu reduzieren. Das Ziel, den Einsatz primärer Rohstoffe bis 2030 zu halbieren, werde voraussichtlich nicht erreicht.[1]
Trotz dieser Einschätzung betonte Aldert Hanemaaijer, einer der Projektleiter des ICER, dass weiterhin „zahlreiche Chancen“ bestehen, die Kreislaufwirtschaft erfolgreich voranzubringen.[2]
Allan Esmann, Business Development Manager bei CDE, erklärt: „Um die Abhängigkeit von Primärrohstoffen zu verringern, müssen wir eine starke Marktnachfrage nach Sekundärrohstoffen schaffen. Entscheidend dafür ist, die Qualität recycelter Materialien auf das gleiche oder sogar ein höheres Niveau zu bringen als die vergleichbarer Primärrohstoffe aus Steinbrüchen.“ Er ergänzt:
„Mit der Ingenieurskompetenz von CDE im Zentrum dieses Projekts wird Van de Beeten zeigen, dass recycelte Materialien uneingeschränkt für hochwertige Anwendungen eingesetzt werden können, die bislang hauptsächlich Primärgesteinskörnungen vorbehalten waren. Diese Anlage ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft und wird einen bedeutenden Beitrag zu den ambitionierten Zielen der Niederlande leisten, eine vollständig kreislauforientierte Gesellschaft zu werden.“
[1] Integrated Circular Economy Report (ICER) – 2025 | PBL Netherlands Environmental Assessment Agency
[2] Where does the Netherlands stand on the road to a circular economy? | PBL Netherlands Environmental Assessment Agency
Quelle: www.cdegroup.com