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Recycling schlägt Brücke zwischen Kreislaufwirtschafts- und Klimapolitik im Europäischen Green Deal

EuRIC, der Europäische Verband der Recyclingindustrie, hat am 3. Dezember die strategischen Prioritäten der Recyclingindustrie für den Zeitraum 2019-2024 veröffentlicht.

00 EuRICNach der Zustimmung der Europäischen Kommission durch das Parlament am 27. Dezember unterstützte EuRIC voll und ganz die erste Priorität der Kommission, einen europäischen Green Deal vorzulegen, bei dem die Kreislaufwirtschaft ein Schlüsselelement ist.

Durch die Umwandlung von Abfällen in Sekundärrohstoffe spielt die Recyclingindustrie nicht nur eine wichtige Rolle in der Kreislaufwirtschaft, sondern spart auch eine erhebliche Menge an CO2 und Energie.

Recycling ist sowohl ressourceneffizient als auch klimaeffizient und damit ein Schlüsselsektor, um Europa zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen, betonte Emmanuel Katrakis, Generalsekretär von EuRIC.

Um die Haupthindernisse für das Recycling in Europa zu beseitigen und das volle Potenzial des Übergangs zu einer Kreislaufwirtschaft und Klimaneutralität zu erschließen, setzt EuRIC fünf Hauptprioritäten:

1.    Die Umweltvorteile des Recyclings sollen belohnt werden, um die Nachfrage nach recycelten Materialien in neuen Produkten zu steigern und die Wettbewerbsbedingungen gegenüber  Primärmaterialien zu verbessern. Dies soll auf markt- und fiskalbasierten Instrumenten, umweltfreundlicher öffentlicher Beschaffung und Zielvorgaben für recycelte Inhalte für bestimmte Ströme basieren;

2.    Verwirklichung eines Binnenmarktes für das Recycling durch einfachere und schnellere Verfahren zur Verbringung von Abfällen, harmonisierte EU- oder nationale Abfallendekriterien für ausgewählte Stoffströme, einen neuen Status von "Sekundärrohstoffen", um die Wettbewerbsbedingungen gegenüber Primärmaterialien zu verbessern, beides sowohl in Bezug auf regulatorische Beschränkungen als auch auf die öffentliche Wahrnehmung; 

3.    Streben nach einem wettbewerbsfähigen Recyclingsektor in Europa und weltweit, indem der Wettbewerb im Entsorgungs- und Recyclingsektor forciert wird, um reservierte Märkte und Quersubventionen zu verbieten, ein pragmatischen Ansatz für die Restabfallbehandlung verfolgt und ein freier und fairer Zugang zu den internationalen Rohstoffmärkten gewährleisten wird;

4.    Angleichen  der Schnittstelle zwischen Abfall, Produkt und Chemikalien bei vertrauenswürdigen Kreisläufen durch ein aus dem Verkehr nehmen bedenklicher Stoffe in der Entwurfsphase und durch die Umsetzung eines risikobasierten Ansatzes unter Berücksichtigung der intrinsischen Besonderheiten von Abfall als Ressource;

5.    Das Design für den Kreislauf zur Regel machen und nicht zur Ausnahme, indem Anforderungen zur Verbesserung der Recyclingfähigkeit von Produkten und recycelten Inhalten, Belohnungsmechanismen wie die Öko-Modulation von EPR-Gebühren und Umweltkennzeichnung zur Förderung nachhaltiger Entscheidungen der Verbraucher gestellt werden.

Die EuRIC-Prioritäten zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und zur Bekämpfung des Klimawandels finden Sie hier.

Quelle: EuRIC

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