Das bisher kostenfreie hochwertige System des Alttextilkreislaufs steht kurz vor dem Kollaps, warnt der Vorstand im bvse-Fachverband Textilrecycling. In dieser Situation appelliert die Branche an die Solidarität ihrer Vertragspartner.
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Das bisher kostenfreie hochwertige System des Alttextilkreislaufs steht kurz vor dem Kollaps, warnt der Vorstand im bvse-Fachverband Textilrecycling. In dieser Situation appelliert die Branche an die Solidarität ihrer Vertragspartner.
Die Maßnahmen zur Reduktion der Verbreitungsgeschwindigkeit der COVID-19-Epidemie fordern stündliche neue und flexible Anpassungen von Systemabläufen und Wirtschaftsvereinbarungen. In diesen schwierigen Zeiten bauen die Alttextilunternehmen auf einen engen lösungsorientierten Dialog mit ihren Vertragspartnern.
Die aktuell noch völlig unvorhersehbaren Entwicklungen und Reiseeinschränkungen im Bemühen, die Auswirkungen des Corona-Virus möglichst glimpflich ablaufen zu lassen, haben den bvse-Fachvorstand Textilrecycling dazu bewogen, den 9. Internationalen bvse-Alttextiltag für dieses Jahr zu streichen.
Die weitere Ausbreitung des Coronavirus führt zu immer mehr Einschränkungen im Alltag und macht auch vor den Unternehmen der Textilrecyclingbranche nicht halt.
Die Auswirkungen des Negativ-Trends „Fast-Fashion“ könnten für einige Unternehmen der Alttextilbranche bald existenzbedrohliche Züge annehmen. Hat eine echte textile Kreislaufwirtschaft in Zukunft eine Chance? Darüber diskutierten die Teilnehmer auf dem 8. Internationalen Alttextiltag.
Die Auswirkungen textiler Massenproduktion, der Hyperkonsum qualitativ minderwertiger Fast Fashion Mode, die anhaltende Wegwerfmentalität – all dies sind Faktoren, die wirtschaftlich tragfähiges Altkleiderrecycling zunehmend erschweren.
bvse mahnt dringenden Nachbesserungsbedarf am Vollzugshilfeentwurf - Mitte Dezember hat sich der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung mit Vorschlägen zur Nachbesserung des Entwurfs einer Ländermitteilung für „Anforderungen an die Erfassung, Sortierung und Verwertung von Alttextilien“ in einer Stellungnahme an das baden-württembergische Umweltministerium gewandt.
Das Problem illegaler Altkleidercontainer und der damit verbundenen Auswirkungen ist seit vielen Jahren ein Dauerbrennerthema, auch in den Kommunen.
Der bvse-Halbjahresmarktbericht der Alttextilbranche kommt im Ergebnis zur Erfassungsmenge in 2018 auf ein Wachstum von 3 Prozent gegenüber 1,8 Prozent in 2017. Doch die Steigerung der Sammelmenge lässt in der Alttextilbranche keine Freude aufkommen. Die vom Verbraucher aussortierte Kleidung ist von zunehmend schlechter Qualität, die sich nur bedingt oder gar nicht recyceln und auf den ohnehin enger gewordenen Absatzmärkten kaum noch vermarkten lässt.
In der bulgarischen Regierung gibt es Bestrebungen, eine sogenannte Produktgebühr auf importierte Second-Hand-Ware sowie auf Textilabfälle, die nach Sortierung oder anderer Aufbereitung zur Wiederverwendung auf dem bulgarischen Markt verbleiben sollen, zu erheben.
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