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Baustellenschild von EEW Stavenhagen: Es zeigt das Bauprojekt als Visualisierung, nennt die Bauherren und listet die beteiligten Unternehmen auf. Bildquelle: EEW

Genehmigung für KVA in Stavenhagen erteilt

Die EEW Energy from Waste Stavenhagen GmbH & Co. KG hat die immissionsschutzrechtliche Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb einer Mono-Klärschlammverbrennungsanlage (KVA) erhalten.

Damit nimmt das zweite von aktuell fünf KVA-Projekten der EEW-Gruppe in Deutschland und den Niederlanden eine wichtige Hürde. Bereits im Juni konnte EEW mit ersten baufeldvorbereitenden Maßnahmen beginnen. Eine entsprechende Zulassung dafür hatte das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburgische Seenplatte (StALU MS) als zuständige Genehmigungsbehörde ebenfalls erteilt. Neben Stavenhagen plant EEW Anlagen in Stapelfeld nahe Hamburg, dem niedersächsischen Helmstedt, der Landeshauptstadt Magdeburg und im niederländischen Delfzijl.

„Mit der heute erteilten Genehmigung hat das Land Mecklenburg-Vorpommern eine entscheidende Weichenstellung für eine umwelt- und ressourcenschonende Verwertung der Schadstoffsenke Klärschlamm vorgenommen“, sagt Morten Holpert, Technischer Geschäftsführer von EEW Stavenhagen. Die Anlage verfügt über eine Verwertungskapazität von jährlich 160.000 Tonnen Originalsubstanz. Ab 2023 sei damit ein sicherer Entsorgungspfad für den Abfall der Abwasserbehandlung nahezu des gesamten Bundeslandes geebnet, so Holpert weiter.

„Die KVA Stavenhagen wird einen wichtigen Beitrag für die Entlastung der Äcker und des Grundwassers von im Klärschlamm enthaltenen Hormonen, Medikamentenrückständen, Mikroplastik und Schwermetallen leisten“, ist EEW-Projektleiterin Sarah Endres überzeugt. Ausgestattet wird die KVA Stavenhagen mit modernster Umweltschutztechnologie nach dem EU-Standard der bestverfügbaren Technik, so Sarah Endres weiter.

Die gesetzliche Pflicht zum Phosphorrecycling wird EEW deutlich vor dem Jahr 2029 erfüllen. „Gemeinsam mit einem Kooperationspartner werden wir die von uns gewonnene phosphathaltige Asche von Beginn an recyceln“, sagt Andreas Dous, Leiter der Abteilung Klärschlammverwertung von EEW. Für die Landwirtschaft würde daraus in einem abfallfreien Verfahren ein pflanzenverfügbarer Dünger hergestellt und damit der Nährstoffkreislauf wieder geschlossen.

EEW Stavenhagen ist Teil der EEW Energy from Waste-Gruppe. EEW Energy from Waste (EEW) ist ein in Europa führendes Unternehmen bei der Thermischen Abfall- und Klärschlammverwertung. Zur nachhaltigen energetischen Nutzung dieser Ressourcen entwickelt, errichtet und betreibt das Unternehmen Verwertungsanlagen auf höchstem technologischem Niveau und ist damit unabdingbarer Teil einer geschlossenen und nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. In den derzeit 17 Anlagen der EEW-Gruppe in Deutschland und im benachbarten Ausland tragen 1.250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das energetische Recycling von jährlich bis zu 5 Millionen Tonnen Abfall Verantwortung. EEW wandelt die in den Abfällen enthaltene Energie und stellt diese als Prozessdampf für Industriebetriebe, Fernwärme für Wohngebiete sowie umweltschonenden Strom zur Verfügung. Durch diese energetische Verwertung der in den EEW-Anlagen eingesetzten Abfälle werden natürliche Ressourcen geschont, wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen und die CO2-Bilanz entlastet.

Quelle: www.eew-energyfromwaste.com/de

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