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Geschäftsklima der Holzindustrie trübt sich leicht ein

Die Stimmung unter den Unternehmen der deutschen Holzindustrie trübte sich im Juli leicht ein.

Die Einschätzung der Unternehmen zur aktuellen Lage verbesserte sich zwar, diese steht nun bei +43,6 Punkten (Vormonat: +39,8 Punkte). Der Ausblick auf die kommenden 6 Monate fiel jedoch pessimistischer aus, der aktuelle Wert liegt bei +8,2 Punkten (Vormonat: +16,4 Punkte). In der Summe sank der HDH Konjunkturindikator im Juli auf +25,2 Punkte (Vormonat: +27,8 Punkte). Zum Vergleich: Während der ersten Welle der Pandemie lag der HDH Konjunkturindikator im April 2020 bei -59,5 Punkten. Die zweiten Welle der Pandemie wurde von der deutschen Holzindustrie nach einem leichten Rückgang des Geschäftsklimas auf -1,8 Punkte im Januar 2021 überwunden.

Das Geschäftsklima in der deutschen Holzindustrie fällt im Juli geringfügig negativer aus als im gesamten Verarbeitenden Gewerbe. Der vom ifo errechnete Wert für das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland verschlechterte sich im Juli leicht auf +27,4 Punkte (Vormonat: +28,5 Punkte) und lag damit über dem ebenfalls schwächeren Wert für die Holzindustrie (+25,2 Punkte).

Trotz der nach wie vor spürbaren negativen Auswirkungen der Pandemie auf die Wirtschaft ist die Stimmung in allen Segmenten der Holzindustrie positiv. Die Unternehmen in der Sägeindustrie (+86,2 Punkte), in der Holzwerkstoffindustrie (+83,8 Punkte), im Baunahen Bereich der Holzindustrie (+51,9 Punkte), im Holzfertigbau (+41,7 Punkte) und in der Holzverpackungsindustrie (+60,7 Punkte) schätzen ihre aktuelle Geschäftslage als positiv ein. Auch die aktuelle Beurteilung der Geschäftslage in der Möbelindustrie (+7,3 Punkte) fällt vor dem Hintergrund der wieder anziehenden Möbelnachfrage im Inland und des guten Exportgeschäfts positiv aus.

Die Erwartungen für die kommenden 6 Monate bleiben dagegen gespalten und deuten unterschiedliche Entwicklung der einzelnen Segmente in den kommenden Monaten an. Die Holzwerkstoffindustrie und die Möbelindustrie blicken aktuell optimistischer als andere Segmente der Holzindustrie in die Zukunft: Die Holzwerkstoffhersteller erwarten eine deutliche, die Möbelhersteller eine leichte Verbesserung der Geschäftslage im kommenden Halbjahr. Die Sägeindustrie, der Holzfertigbau und die Holzverpackungsindustrie erwarten dagegen eine Verschlechterung der Situation in den kommenden sechs Monaten. Dies ist aus Sicht des HDH nicht auf gesamtkonjunkturelle Ursachen, sondern auf die nach wie vor schwierige Rohstoff- und Materialbeschaffung sowie Preisentwicklung zurückzuführen. Die Lieferprobleme beschränken sich längst nicht nur auf Holz, sondern betreffen viele Rohstoffe und Vorprodukte der Holz- und Kunststoffindustrie wie Klebstoffe, Beschläge, Stahl sowie Kunststoffe und Verpackungen.

Die weitere konjunkturelle Entwicklung hängt maßgeblich vom Verlauf der Pandemie in Deutschland ab. Auf die Versorgungslage mit Holzhalbwaren hat im Wesentlichen die Nachfrage- und Preisentwicklung im In- und Ausland und immer noch stattfindende Bevorratung vieler Unternehmen Einfluss.

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