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Die deutsche Stahlproduktion musste im Jahr 2025 deutliche Einbußen hinnehmen. Mit 34,1 Mio. Jahrestonnen, einer Reduktion um 9 Prozent zur Vorjahresmenge, blieb die Produktion zum vierten Mal in Folge unter der Marke von 40 Mio. Jahrestonnen.

Seit 2018 wurde diese Grenze bereits sechsmal unterschritten. Ein ähnlich niedriges Produktionsniveau gab es seit der deutschen Wiedervereinigung nur im Finanzkrisenjahr 2009.

Während die Elektrostahlroute um -3,4 Prozent auf 10,446 Mio. Jahrestonnen zurückging, fiel die Hochofenroute um -10,6 Prozent auf 23,611Mio. Jahrestonnen. Gleichzeitig schrumpfte die Kapazitätsauslastung auf unter 70 Prozent.

Schwache Stahlnachfrage, ungebremster wach-sender Importdruck und international nicht wettbewerbsfähige Energiepreise führten zu dieser strukturellen Belastung, so fasst Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereini-gung Stahl die Situation zusammen. Druck und Tempo müssen hochgehalten werden, denn die Politik hat sich zwar einigen Problemen ange-nommen, Entscheidungen sind aber noch lange nicht getroffen. Sie fordert: Das Jahr 2026 muss das Jahr der Standortsicherung werden!

Der Importdruck nimmt immer weiter zu. EU-Schutzinstrumente seien dringend erforderlich, um den globalen Überkapazitäten, besonders aus Asien, entgegensetzen zu können. Es ist unabding-bar, gezielt Leitmärkte für zunehmend emissionsarmen Stahl aufzubauen. Außerdem fordert die Stahlindustrie einen all-in Strompreis von 3 Cent bis 6 Cent pro Kilowattstunde, inklusive Netzent-gelte, Abgaben und Umlage. Besondere Hoffnung wird auf den Industrial Accelerator Act gesetzt, um Nachfrage in stahlverwendeten Branchen gezielt anzureizen.

Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl | Bearbeitung: Johannes Hanke, bvse

2201 Rohstahl 2025

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