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Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) erhöht die Förderung für das Zukunftsprojekt SALCOS der Salzgitter AG um rund 322 Millionen Euro.

Zuvor hatte die Europäische Kommission am 6. Februar 2026 die beihilferechtliche Genehmigung für die ergänzenden Mittel erteilt. Mit der Entscheidung wird die Finanzierung des Transformationsvorhabens weiter abgesichert.

Bereits im Rahmen der ursprünglichen beihilferechtlichen Genehmigung im Oktober 2022 war festgestellt worden, dass die ermittelte Finanzierungslücke die seinerzeit notifizierte und bewilligte Beihilfe in Höhe von rund einer Milliarde Euro überstieg. Zum Zeitpunkt der Genehmigung des ersten großen Primärstahlprojektes aus dem IPCEI Wasserstoff war noch davon ausgegangen worden, dass eine Kombination mit weiteren Förderinstrumenten möglich sei. Diese Option erwies sich jedoch als nicht umsetzbar. Mit der nun bewilligten Aufstockung wird die planmäßige Realisierung des Projekts sichergestellt.

Mit der zusätzlichen Förderung stärkt das BMWE ein zentrales Dekarbonisierungsvorhaben der deutschen Stahlindustrie und schafft die notwendige finanzielle Planungssicherheit, um die Umsetzung zügig voranzutreiben. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven Industrie langfristig zu sichern und die industrielle Wertschöpfung am Standort Deutschland zu erhalten.

Kern des SALCOS-Projekts ist die schrittweise Transformation der Stahlproduktion von der klassischen Hochofenroute hin zu einer Direktreduktionsanlage (DRI) mit wachsendem Einsatz von Wasserstoff in Kombination mit einem Elektrolichtbogenofen (EAF). Der für den Prozess benötigte Wasserstoff soll unter anderem über einen eigens errichteten Elektrolyseur erzeugt werden. Damit wird perspektivisch eine deutlich CO₂-ärmere Stahlproduktion ermöglicht.

Das Projekt war im Oktober 2022 beihilferechtlich genehmigt und im April 2023 auf nationaler Ebene bewilligt worden. Die Finanzierung erfolgt zu 70 Prozent durch den Bund und zu 30 Prozent durch das Land Niedersachsen.

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