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STRABAG SE steigert Leistung und Ergebnis im Halbjahr 2019

Der börsenotierte Baukonzern STRABAG SE hat Ende August Zahlen für das erste Halbjahr 2019 berichtet. Mit der Entwicklung in den ersten sechs Monaten 2019 ist der STRABAG-Konzern zufrieden

"Stärker noch als die Leistung erhöhten sich die Ergebnisse, der Auftragsbestand blieb – einmal mehr dank zahlreicher Großaufträge – auf einem sehr hohen Niveau beinahe stabil. Wir sind heute besser aufgestellt denn je. Gerade in diesen Zeiten, in denen es unserem Unternehmen sehr gut geht, bauen wir vor, um auch langfristig unsere Ziele zu erreichen – z. B. unser Ziel einer EBIT-Marge von 4 % bis zum Jahr 2022. Um allen voran die für uns tätigen Menschen, aber auch unsere Prozesse und Strukturen zukunftsfit zu halten, arbeiten wir an unserer strategischen Agenda ,FASTER TOGETHER 2022‘. Es handelt sich dabei nicht um ein Kostensenkungsprogramm – wir entwickeln vielmehr unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unsere Prozesse etwa im Hinblick auf Building Information Modelling (BIM 5D®), LEAN.Construction, partnerschaftliche Vertragsmodelle und einen strategischen Einkauf weiter“, so Thomas Birtel, Vorstandsvorsitzender der STRABAG SE.

Leistung und Umsatz

Die STRABAG SE erbrachte im ersten Halbjahr 2019 eine Leistung in Höhe von € 7.506,99 Mio. Diese Aufwärtsbewegung um 9 % ist insbesondere durch die gesamte Fläche Deutschland, den Hochbau in Österreich, die Abwicklung des Auftragsbestands in Ungarn und ein Großprojekt in Großbritannien getrieben. Der konsolidierte Konzernumsatz stieg um 11 %.

Auftragsbestand
Der Auftragsbestand per 30.6.2019 schwächte sich gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahrs leicht um 3 % ab. So waren Rückgänge in Österreich, Deutschland und in Summe auch in den Ländern Zentral- und Osteuropas zu verzeichnen. Dieser Entwicklung gegenüber stand die substanzielle Erweiterung eines bestehenden Auftrags in Großbritannien.

Ertragslage

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich im ersten Halbjahr 2019 um 47 % auf € 294,74 Mio. In den im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30 % erhöhten Abschreibungen ist u. a. der gegenläufige Effekt zum EBITDA durch die Erstanwendung von „IFRS 16 – Leasingverhältnisse“ enthalten, sodass das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bei € 61,00 Mio. nach € 20,03 Mio. im Vorjahresvergleichszeitraum zu liegen kam. Diese Zunahme ist auf die Entwicklung des Segments International + Sondersparten zurückzuführen.

Das Zinsergebnis belief sich auf € -19,50 Mio. In den ersten sechs Monaten des Vorjahrs hatte es € -7,44 Mio. betragen. Die Verschlechterung des Zinsergebnisses lässt sich mit negativen Kursdifferenzen in Höhe von € 1,24 Mio. (im Vergleichszeitraum wurden Kursgewinne von € 6,91 Mio. ausgewiesen) und zu einem geringen Teil durch den o. g. IFRS 16-Effekt begründen. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag bei € 41,50 Mio. im Vergleich zu € 12,59 Mio. im ersten Halbjahr des Vorjahrs. Damit stiegen auch die Ertragsteuern auf € -27,56 Mio.

Das auf die Fremdanteilseigner entfallende Ergebnis war bei € 3,28 Mio. kaum verändert. Insgesamt wurde ein Konzernergebnis von € 10,66 Mio. erzielt. In demselben Zeitraum des Vorjahrs bewegte es sich noch leicht im negativen Bereich. Bei 102.600.000 ausstehenden Aktien gleicht dies einem Ergebnis je Aktie von € 0,10 (6M/2018: € -0,01).

Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme verlängerte sich – einmal mehr wegen der Erstanwendung von IFRS 16 – im Vergleich zum 31.12.2018 auf über € 11 Mrd. So erhöhte sich der Anteil der Sachanlagen an der Bilanzsumme von 18 % auf 22 %. Saisonal üblich verringerten sich die liquiden Mittel. Gleichzeitig blieb die Eigenkapitalquote auf einem hohen Wert von rund 30 %; zum Jahresende 2018 hatte sie über 31 % betragen. Die Netto-Cash-Position sank, wie saisonal üblich, von € 1.218,28 Mio. per Jahresende 2018 auf € 240,57 Mio. (30.6.2018: € 711,71 Mio.). Zum 30.6.2019 wurden erstmals Leasingverbindlichkeiten in Höhe von € 314,46 Mio. berücksichtigt.

Der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit zeigte sich angesichts eines im Vergleich zum Vorjahr höheren Working Capital-Aufbaus um 118 % auf € -320,66 Mio. tiefer im negativen Bereich. Die Tilgung einer Anleihe mit einem niedrigeren Volumen als jener im Vorjahr sowie die Auszahlung der Dividende diesmal erst ab dem dritten Quartal 2019 führten zu einem Cashflow aus der Finanzierungs-tätigkeit, der einen Wert von € -183,27 Mio. nach € -362,85 Mio. im ersten Halbjahr des Vorjahrs aufwies. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war u. a. wegen allgemein höherer Investitionen bei € -298,59 Mio. um 8 % leicht stärker negativ.

Mitarbeiteranzahl
Die Mitarbeiteranzahl nahm um 4 % auf 76.638 Personen zu. Zuwächse wurden besonders in der Region Americas sowie in Deutschland, Polen und Österreich registriert.

Ausblick
Für das laufende Geschäftsjahr 2019 bleibt STRABAG bei ihrer bisherigen Leistungserwartung, wonach die Marke von € 16,0 Mrd. überschritten werden sollte. Nach Segmenten wird nun mit einem Rückgang in International + Sondersparten und mit einer Erhöhung in Nord + West sowie Süd + Ost gerechnet. Die Prognose für eine EBIT-Marge von mindestens 3,3 % bleibt ebenfalls aufrecht.

Quelle und weitere Informationen: www.strabag.com

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