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Das lange Warten: Bürokratie macht Recycling unmöglich

Ein aktueller Fall in der Müller-Guttenbrunn Gruppe zeigt, wie schwierig es ist, Recycling-Material innerhalb der EU zu transportieren. Auf die nötigen Papiere für einen konkreten Transport wartet das Unternehmen seit drei Jahren! Der Recycling-Pionier aus Amstetten arbeitet an einer europäischen Lösung.

Ein aktueller Fall in der Müller-Guttenbrunn-Gruppe zeigt, wie schwierig es ist, Wertstoffe innerhalb der EU zu transportieren.  Das Unternehmen  wartet seit drei Jahren auf die notwendigen Dokumente, um diese Transporte zu starten und wartet immer noch.   

Der Recyclingpionier aus Amstetten arbeitet nun an einer europäischen Lösung. Alles dreht sich um einen Antrag, alte Bildschirmgeräte für das Recycling von A nach B – konkret von Amstetten nach Bayern – zu transportieren. Am 16. März sind genau drei Jahre vergangen, seitdem die Müller-Guttenbrunn Gruppe (MGG)  den  Notifizierungsantrag  eingebracht hat. Aus dem einfachen Antrag wurde ein endlos komplexes Verfahren, das bis heute nicht abgeschlossen ist.

In den vergangenen drei Jahren führte MGG zahlreiche Gespräche mit den involvierten Stellen – von den Umweltministerien in Österreich und Deutschland bis zu den Behörden in Bayern. Das Ergebnis: viel  Bürokratie, wenig  Bewegung.

„Diese Situation ist inakzeptabel“, kann es MGG-Geschäftsführer Christian Müller-Guttenbrunn kaum fassen. „Auf der einen Seite versucht man, in Europa eine Kreislaufwirtschaft in Schwung zu bringen. Auf der anderen Seite macht man den dafür nötigen grenzüberschreitenden Transport von  Recycling-Material unmöglich, wie unser Antrag zeigt.“

Lösung in Sicht

Ohne das nötige Recycling-Material ist eine Kreislaufwirtschaft jedoch undenkbar. Daher arbeitet MGG fieberhaft mit europäischen Partnern an    einem Lösungsvorschlag: Fast-Track-Notifizierungen. Der Vorschlag sieht vor, dass geprüfte Recycling-Unternehmen ihre Werke vorab bei den  Behörden kontrollieren und registrieren lassen können und  für  diese  eine  Vorabzustimmungbekommen können. Dadurch wird es möglich, die     nötigen Notifizierungsanträge für Transporte in diese Werke unbürokratischer und wesentlich schneller zu bearbeiten.

Eine derartige Lösung mit geringerem Bürokratieaufwand wäre ein wichtiger Schub, um Recycling und   die   Verwendung   der   gewonnenen   Sekundärrohstoffe in Europa voranzubringen. Die zuständigen Behörden hätten zudem damit wichtige Ressourcen gewonnen, um den echten illegalen Abfalltransporten gezielter den Kampf anzusagen.  

Daher hegt Christian Müller-Guttenbrunn die Hoffnung: „Dieser traurige Jahrestag, drei Jahre auf die nötigen Unterlagen für Abfallverbringungen zu   warten, ist Grund genug, damit von allen Seiten die nötigen Anstrengungen unternommen werden, eine Lösung für rasche Verfahren zu finden. Das Konzept einer Kreislaufwirtschaft schreit förmlich nach der Fast-Track-Notifizierung.“

Die  erste  Fast-Track-Notifizierung wurde am 20. März 2019 genehmigt  und  innerhalb  von  19  Arbeitstagen  abgeschlossen. Dies ist eine enorme Verbesserung, aber es wurde auch festgestellt, dass es noch Verbesserungspotenzial gibt und dass diese Bearbeitungszeit noch verkürzt werden kann.

Quelle und weitere Informationen unter: www.mgg-recycling.com

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