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Durch das Recycling von Batterierohstoffen lässt sich der Bedarf an neu gewonnenen Rohstoffen für die Elektromobilität deutlich reduzieren. Laut einer aktuellen Studie des Öko-Instituts könnten bis 2040 durch den Einsatz von Sekundärrohstoffen bei Lithium und Nickel jeweils bis zu 50 Prozent und bei Kobalt nahezu 70 Prozent des Primärrohstoffbedarfs eingespart werden.

Die Untersuchung zeigt außerdem, wie kleinere, effizientere Fahrzeuge und eine veränderte Mobilität dazu beitragen können, den Rohstoffverbrauch und die Abhängigkeit von Importen und zusätzlichem Bergbau zu verringern.

Die Studie „Decarbonising Road Transport Beyond Mining-Intensive Pathways“ wurde vom Öko-Institut im Auftrag von SOMO, Seas At Risk und PowerShift erstellt. Im Fokus stehen fünf Handlungsfelder: das Batterierecycling, kleinere Fahrzeuge, eine höhere Energieeffizienz sowie die Verlagerung und Vermeidung von Verkehr. Darüber hinaus untersuchten die Forschenden, mit welchen Instrumenten die Europäische Union entsprechende Maßnahmen rechtlich umsetzen könnte.

Batterierecycling bietet erhebliche Einsparpotenziale

Mit der zunehmenden Elektrifizierung des Straßenverkehrs wächst auch die Nachfrage nach Batterierohstoffen wie Lithium, Nickel und Kobalt. Die Rückgewinnung dieser Materialien aus Altbatterien kann nach den Berechnungen des Öko-Instituts einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, den Bedarf an Primärrohstoffen zu begrenzen.
Für das Jahr 2040 ermittelt die Studie ein mögliches Einsparpotenzial von jeweils bis zu 50 Prozent bei Lithium und Nickel. Bei Kobalt sogar bis zu nahezu 70 Prozent. Voraussetzung dafür ist ein verstärkter Einsatz zurückgewonnener Rohstoffe in der Batterieproduktion.

Neben dem Recycling untersucht die Studie weitere technische Möglichkeiten zur Verringerung des Materialbedarfs. So könnte ein ambitioniertes Downsizing der Fahrzeugflotte den Bedarf an Batterierohstoffen bis 2045 um bis zu 21 Prozent senken. Die berechneten Einsparungen liegen bei 18 Prozent für Lithium, 19 Prozent für Nickel und 21 Prozent für Kobalt.

Eine Verbesserung der Energieeffizienz von Elektrofahrzeugen könnte den Bedarf von Batterierohstoffen bereits 2035 um rund 14 Prozent verringern. Wichtig sei nach Einschätzung der Studienersteller, technische Fortschritte auch zur Verringerung der Batteriegrößen zu nutzen, statt sie ausschließlich für größere Reichweiten oder schwerere Fahrzeuge einzusetzen.

Nachhaltige Mobilität weiterer Hebel zur Ressourcenschonung

Über technische Verbesserungen zählt die Studie auch Veränderungen im Mobilitätsverhalten als wichtigen Hebel zu weniger Rohstoffbedarf. Dazu zählen insbesondere eine stärkere Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, mehr Rad- und Fußverkehr sowie die Vermeidung unnötiger Fahrten.

Mit einer Kombination entsprechender Maßnahmen könnte, nach den Berechnungen des Öko-Instituts, der Bedarf an Batteriematerialien bis 2050 um bis zu 36 Prozent verringert werden.

EU-Regulierung soll Voraussetzungen für Recycling und Ressourceneffizienz schaffen

Auch die politischen Rahmenbedingungen spielen nach Einschätzung der Forschenden eine wichtige Rolle. Mit der EU-Batterieverordnung und dem Critical Raw Materials Act bestehen bereits regulatorische Instrumente, die das Recycling und einen effizienteren Umgang mit Rohstoffen unterstützen können.

Weiterführende Informationen:
Studie „Decarbonising Road Transport Beyond Mining-Intensive Pathways“

Weitere Informationen: Öko-Institut

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