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Der weltweite Ausbau künstlicher Intelligenz könnte künftig erhebliche zusätzliche Mengen an Elektro- und Elektronikaltgeräten verursachen als bislang angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt das Basel Action Network (BAN), eine US-amerikanische Umweltorganisation, die sich insbesondere mit dem internationalen Handel und der umweltgerechten Behandlung gefährlicher Abfälle befasst, im ersten Teil seiner vierteiligen Studienreihe „The Coming AI Waste Wave“, die im September 2026 veröffentlicht wurde.

Nach den Modellberechnungen von BAN könnten im Jahr 2030 weltweit zwischen 8,6 und 13,1 Millionen Tonnen KI-bedingter elektronischer Geräte ausgemustert werden. Für den gesamten Zeitraum von 2025 bis 2050 prognostiziert die Organisation eine kumulierte Menge von 395 bis 617 Millionen Tonnen. 

Die prognostizierten Mengen liegen damit 40- bis 60-mal höher als in der bisher am häufigsten zitierten wissenschaftlichen Schätzungen.Zum Vergleich: In Schiffscontainer verladen und aneinandergereiht, würde diese Menge etwa sechsmal um die Erde reichen.

Im Unterschied zu bisherigen Untersuchungen berücksichtigt BAN in seiner Analyse nicht nur Server und Grafikprozessoren, sondern die gesamte elektromechanische Infrastruktur von KI-Rechenzentren. Dazu gehören unter anderem Netzwerk-, Stromversorgungs-, Speicher- und Kühlsysteme. Einbezogen wird auch die mögliche vorzeitige Ausmusterung von Computern, Smartphones und Telekommunikationstechnik infolge der zunehmenden KI-Nutzung.

Die Untersuchung weist außerdem auf mögliche Schadstoffbelastungen sowie auf Herausforderungen bei der künftigen Behandlung und Verwertung der ausgemusterten Geräte hin.

Die veröffentlichten Zahlen sind Prognosen auf Grundlage eines Berechnungsmodells. Wie viel KI-bedingter Elektroschrott tatsächlich anfallen wird, hängt unter anderem vom weiteren Ausbau der Infrastruktur, der Nutzungsdauer und der technologischen Entwicklung ab.

Die Studie ist der erste Teil einer vierteiligen Veröffentlichungsreihe.

>>> Zur Studie „The Coming AI Waste Wave – Part 1“ 

Quelle und weitere Informationen: Basel Action Network

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