Max Wild und SCHWENK nehmen neue nassmechanische Aufbereitungsanlage für die Herstellung von Sekundärrohstoffen aus mineralischen Bauabfällen in Betrieb
Nahmen jetzt offiziell die nassmechanische Aufbereitungsanlage in Achstetten in Betrieb, von links: Dr. Gregor Silvers, Elias Haitz, Max Wild, Leonie Bertz (alle Max Wild GmbH), Dominik Scholz (Bürgermeister Gemeinde Achstetten), Markus Wild (Max Wild GmbH), Erik Schleicher, Joachim Kainz (beide SCHWENK Zement), Daniel Roth (Bürgermeister Gemeinde Hüttisheim), Beat Weber (ASE Technik AG), Michel Kleisli (ASE Technik AG) Foto: Theo Stumpp/SCHWENKDie SW BAUMINERALIK, vertreten durch die Gesellschafter Max Wild aus Berkheim und SCHWENK aus Ulm, hat ihre neue nassmechanische Aufbereitungsanlage in Achstetten im Landkreis Biberach in Betrieb genommen.
Die Anlage kann jährlich im Schichtbetrieb bis zu 250.000 Tonnen mineralischer Abfälle zu hochwertigen Sekundärrohstoffen aufbereiten. Mit der Investition, die im unteren zweistelligen Millionenbereich liegt, setzen die beiden Bauprofis ein klares Zeichen für eine verantwortungsvolle Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung – mit räumlichem Schwerpunkt im Landkreis Biberach und im Alb-Donau-Kreis.
„Einfach großartig, dass wir die neue nassmechanische Aufbereitungsanlage in Achstetten jetzt nach knapp eineinhalbjähriger Bauzeit in Betrieb nehmen können. Die regionale Recyclingquote können wir somit deutlich erhöhen und die Verwendung von Recyclingbaustoffen weiter ausbauen“, erklärten die Geschäftsführer der SW BAUMINERALIK Donau-Iller GmbH & Co. KG, Markus Wild und Joachim Kainz, bei der offiziellen Inbetriebnahme vor zahlreichen Ehrengästen.
„Mit dieser modernen Anlage schonen wir wertvolle Ressourcen und erzeugen zugleich leistungsstarke Sekundärrohstoffe auf dem Weg zum nachhaltigen Bauen.“
Wichtige Sekundärrohstoffe
Die neue nassmechanische Aufbereitungsanlage in Achstetten arbeitet mineralische Bauabfälle wie Bodenaushub oder Gleisschotter zu hochwertigen Sekundärrohstoffen, in Form von Körnungen, Sanden und Splitten, auf. Für Max Wild ist die nassmechanische Aufbereitungsanlage in Achstetten bereits die Zweite innerhalb von sechs Jahren.
Seit 2020 hat das Familienunternehmen am firmeneigenen Entsorgungszentrum in Eichenberg (Berkheim) eine nassmechanische Aufbereitungsanlage im Einsatz und zählt damit zu den Vorreitern in der nassmechanischen Aufbereitung. Die zurückgewonnenen Sand- und Kiesfraktionen führt Max Wild als gleichwertige Rohstoffe in den Wirtschaftskreislauf zurück. Die Verwendung der Sekundärrohstoffe erfolgt in Betonwerken, Kellerwänden, Geschossdecken sowie in der Asphaltindustrie. Mit der neuen Anlage in Achstetten wird sich die Anlagen- und damit auch die Recyclingkapazität in der Region auf bis zu 500.000 Tonnen pro Jahr verdoppeln.
Kreislaufwirtschaft in der DNA
Die neue nassmechanische Aufbereitungsanlage in Achstetten ist in Betrieb. Foto: Theo Stumpp/SCHWENKAuch SCHWENK aus Ulm hat Kreislaufwirtschaft und Recycling in seiner Firmen-DNA. Das Unternehmen ist eines der ältesten Familienunternehmen der deutschen Baustoffindustrie und hat neben den Sparten Zement, Beton, Sand & Kies sowie Betonpumpen vor rund vier Jahren die Sparte Kreislaufwirtschaft gegründet, um diese für SCHWENK zu entwickeln und voranzutreiben.
Darüber hinaus nutzt und entwickelt SCHWENK aktuell gleich mehrere neue Verfahren, um bei der Herstellung von Baustoffen im großen Umfang CO2 zu reduzieren. Der verwendete Beton in der neuen nassmechanischen Aufbereitungsanlage in Achstetten beinhaltet beispielsweise einen Zement von SCHWENK, der nur noch zu ca. 60 % aus Klinker besteht. Zusätzlich werden ca. 25 % an Recycling-Körnungen aus der nassmechanischen Aufbereitungsanlage von Max Wild in Eichenberg eingesetzt.
Weitere Informationen: SW BAUMINERALIK Donau-Iller GmbH & Co. KG