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Start für Sammlung gebrauchter Lochfolien – ERDE baut Service für Sonderkulturen aus

Die Initiative ERDE (Erntekunststoff- Recycling Deutschland) beginnt in der Saison 2021 erstmalig mit der bundesweiten Sammlung von Lochfolien.

0514 Initiative ErdeLochfolien gehören neben Silo-, Stretchfolien Ballennetzen, Pressengarnen und Spargelfolie jetzt zu den landwirtschaftlich genutzten Kunststoffprodukten, die von der Initiative ERDE gesammelt werden. © ERDEDie insbesondere für den Anbau von solchen Sonderkulturen wie Erdbeeren, Salat oder Frühkartoffeln eingesetzten Lochfolien können somit vom Landwirt an den ERDE-Sammelstellen in den betreffenden Anbaugebieten zurückgegeben und damit einem hochwertigen werkstofflichen Recycling zugeführt werden.

Darauf haben sich kürzlich die Lieferanten von Lochfolien für den deutschen Markt, die Firmen RKW (Deutschland) und Sotrafa (Spanien), das ERDE-Management und die RIGK GmbH als operativer ERDE-Systembetreiber verständigt.

Stefan Kwiatkista, Sales and Business Development Manager beim Folienhersteller RKW Agri Gmbh & Co.KG meint dazu: “Als Gründungsmitglied der IK-Initiative ERDE streben wir für alle Arten von Erntekunststoffen in unserem Produktportfolio eine nachhaltige Lösung am Ende ihres Lebenszyklus an. Wir freuen uns, dass wir nun auch unseren Kunden von Lochfolie ein attraktives Entsorgungskonzept unter dem Dach von ERDE anbieten können, mit dem die wertvollen Rohstoffe über das Recycling zurückgewonnen werden.“

Die Landwirte können die vorgereinigten Lochfolien an den auf der ERDE-Homepage für Lochfolien gelisteten ERDE-Sammelstellen abgeben oder eine mobile Sammlung vor Ort bestellen. Die Entsorgungskosten teilt der Sammelpartner auf Anfrage mit, sie liegen deutlich unter den Selbstkosten für Sammlung, Logistik und Recycling. Diese auch gegenüber einer energetischen Verwertung kostengünstigere Lösung wird durch das finanzielle Engagement der beiden Folienhersteller RKW und Sotrafa im Rahmen ihrer gelebten Produktverantwortung ermöglicht.

Boris Emmel von der RIGK verweist vor dem Sammelbeginn auf zuvor gewonnene Testergebnisse: „In einem Pilotprojekt in 2020 konnten wir nachweisen, dass das Problem der Anhaftung von Sand und organischen Rückständen bei Lochfolien über Vorreinigung durch den Landwirt und Nachreinigung durch den Recycler ausreichend gelöst werden kann. Jede Art von Agrarfolie verhält sich in dieser Hinsicht anders, so dass stets Voruntersuchungen notwendig sind.“

Mit der Aufnahme der Lochfolie in das Sammelkonzept von ERDE ist nach der Spargelfolie nun ein weiterer Erntekunststoff für Sonderkulturen hinzugekommen. Nachdem ERDE inzwischen die Sammlung für das gesamte Spektrum von Agrarkunststoffen in der Tierfutterproduktion (Silageflachfolie, Stretchfolie, Netze, Garne) abdeckt, wird an Entsorgungslösungen für weitere Erntekunststoffe im Bereich Sonderkulturen gearbeitet.

ERDE ist ein System, bei dem jeder Einzelne in der Kette einen Teil der Gesamtverantwortung für Umwelt und Gesellschaft übernehmen kann: die Hersteller der Folien durch die Finanzierung des Rücknahmesystems, der Handel, Maschinenringe, Lohnunternehmer und Entsorger durch den Vertrieb von lizensierten ERDE Produkten bzw. das Bereitstellen von Sammelstellen, und jeder einzelne Landwirt durch die gezielte Nachfrage nach ERDE-Produkten und die Abgabe vorgereinigter Folien für die Sammlung.

Quelle und weitere Informationen: https://newsroom.kunststoffverpackungen.de

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