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Kunststoffverarbeiter ziehen gemischte Bilanz 2020

Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e. V. (GKV) teilte in seiner Jahreswirtschaftspressekonferenz kürzlich mit, dass der Branchenumsatz im vergangenen Jahr um 5,6 Prozent auf 61,5 Mrd. Euro zurückging.

0218 Portrait RothBild: GKV-Präsident Roland Roth (Quelle: Semmer/GKV)Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 14,2 (- 2,8 Prozent) Millionen Tonnen Kunststoffe verarbeitet. Die Anzahl der Beschäftigten ist um 4,1 Prozent auf 322.000 abgesunken.

Die bereits für 2019 festgestellte Ambivalenz zwischen Zuversicht und Unsicherheit bei den Unternehmen hat sich unter dem Eindruck der Corona-Pandemie noch verstärkt. So rechnet trotz stark gesunkener Umsätze im Jahr 2020 ca. die Hälfte der im Rahmen der GKV-Umfrage befragten Unternehmer im Jahr 2021 wieder mit steigenden Umsätzen, jedoch mit sinkenden Gewinnen.

Im Rahmen der Pressekonferenz wurden aktuelle Herausforderungen der Branche und ihrer Segmente analysiert. Während für die Verpackungsindustrie und im Fahrzeug- und Transportsektor die Nachfrage im letzten Quartal 2020 wieder anzog, sorgen in diesen Bereichen aber mangelnde Rohstoffverfügbarkeit und gestiegene Rohstoffpreise dafür, dass die Entwicklung in den nächsten Monaten fragil bleibt.

Da sich Kunststoff gerade in der Coronakrise als wichtige Stütze unserer Versorgung erweist, erfährt der Wertstoff Kunststoff eine zunehmende, verdiente Wertschätzung seiner Leistungsfähigkeit. Es wird nun darauf ankommen, dass die Anerkennung von Wissenschaft und Fakten nachhaltig Bestand in der öffentlichen und politischen Meinungsbildung haben wird – auch nach Corona – und dass auch die Öffentlichkeit das Engagement der Kunststoffindustrie für das Gelingen der Kreislaufwirtschaft anerkennt.

GKV-Präsident Roland Roth sagte dazu: „Der GKV und damit die Kunststoff verarbeitende Industrie geht die Herausforderung mit der Kreislaufwirtschaft nicht nur als Notwendigkeit, sondern auch als Chance für Innovation an. Zusätzlich bündeln wir die Kräfte in der Öffentlichkeitsarbeit nicht nur, um den großen Nutzen von Kunststoffprodukten in vielen Bereichen der Wirtschaft und des alltäglichen Lebens zu verdeutlichen, sondern auch, um den Beitrag der Branche zu einer ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft und zum Klimaschutz aufzuzeigen.“

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