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Bild: MC SERVICES NORDHESSEN GMBH

Während Aluminium aus alten Fenstern und Fassaden bereits seit Jahren weitgehend recycelt wird, werden die darin enthaltenen Kunststofffraktionen häufig noch thermisch verwertet. MC Services Nordhessen bereitet diese Materialien auf und gewinnt daraus ein industriell einsetzbares Polyamid-Rezyklat.

1008 MC Services 1Bild: MC SERVICES NORDHESSEN GMBHAluminium aus alten Fenstern, Türen und Fassaden wird seit Jahren nahezu verlustfrei recycelt. Zurück bleibt ein schwieriger Rest: Moderne Profile bestehen oft nur noch zu rund 50 Prozent aus Aluminium, der Rest ist ein fest verbundener Mix aus Kunststoffen, Elastomeren, Schäumen und Metallen.

Er landet bislang meist in der Verbrennung. Rund 10.000 Tonnen Post-Consumer-Material allein aus der Aluminiumaufbereitung – aneinandergereiht zehn Kilometer Big Bags – gehen so als Rohstoff jährlich verloren.

Genau hier setzt die MC Services Nordhessen GmbH an. Was 2008 mit Sortieren von Hand begann, ist heute ein industrieller Prozess:

Die Anlage trennt unterschiedliche Kunststoffe sortenrein – ein Problem, das lange als unlösbar galt. Rund 95 Prozent der anfallenden Kunststoffreste lassen sich so in den Kreislauf zurückführen. Im Mittelpunkt stehen die Isolierstege aus glasfaserverstärktem Polyamid, die als thermische Trennelemente in Aluminiumfensterprofilen verbaut sind. Daraus entsteht Repamid PCR-6.6-25, ein Post-Consumer-Closed-Loop- Polyamid 6.6 mit ca. 25 Prozent Glasfaserverstärkung, das erneut in der Profil- und Isolierstegherstellung eingesetzt werden kann. „Alle haben sich daran die Zähne ausgebissen – wir haben es geschafft“, sagt Geschäftsführer Mirko Gebauer.

Rezyklat muss nicht teurer sein

Wer den Rezyklatanteil im Profil erhöhen will, hört oft, das treibe die Kosten. Gebauer widerspricht: „Mehr Recycling bedeutet nicht automatisch höhere Materialkosten. Repamid liegt preislich im Rahmen dessen, was heute für vergleichbares Post-Industrial-Material am Markt üblich ist – bei geprüfter, gleichbleibender Qualität.“ Hinzu kommt ein Vorteil, der in volatilen Zeiten an Gewicht gewinnt: Weil das Material aus europäischen, überwiegend regionalen Stoffströmen stammt, ist es weit weniger abhängig von schwankenden Rohstoffpreisen und globalen Lieferketten. Das schafft Planbarkeit und Resilienz für Profilhersteller und Systemhäuser.

Kapazitäten für mehr Kreislauf

In 2025 verarbeitete das Unternehmen rund 5.000 Tonnen an komplexen Stoffstromgemischen. „In unseren Maschinenpark haben wir in den letzten Monaten weiter investiert und auch optimiert. Dadurch konnten wir unsere Kapazität nicht nur für das Recycling von PCR deutlich ausbauen“, so Gebauer.

MC Services entwickelt dabei nie im Alleingang, sondern immer gemeinsam mit Kunden, dem Fraunhofer ICT, Maschinenbauern, Laboren und Compoundeuren. „Ohne das Wissen unserer Kunden hätten wir das nicht geschafft“, ergänzt Gebauer.

Quelle: www.mc-recyclingservices.de  

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