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PET to PET Recyclinganlage in Müllendorf, Burgenland (c) Maria Hollunder

Nach einem Allzeithoch 2025 mit einer Recyclingmenge von 33.675 t PET-Material, zieht die PET to PET Recycling Österreich GmbH mit Sitz in Müllendorf Bilanz für das erste Halbjahr 2026: 17.101 t PET-Material konnten erfolgreich im Bottle-to-Bottle-Kreislauf gehalten werden. 

0728 Pet2Pet 1PET to PET Geschäftsführung Thomas Billes und Christian Strasser (c) Maria Hollunder

Trotz eines leichten Rückgangs von 7 % im Vorjahresvergleich (1. HJ 2025: 18.403 t), ist im Mehrjahresvergleich ein positiver Aufwärtstrend zu erkennen (1. HJ 2024: 16.071 t).

Anhaltender Druck auf dem Markt für Recycling-PET

Zur aktuellen Marktlage sagt Christian Strasser, Geschäftsführer von PET to PET: „Die Kreislaufwirtschaft in Europa gerät zunehmend unter Druck. Sekundärrohstoffe sind stabil teurer als Primärrohstoffe. Die wirtschaftliche Lage zwingt immer mehr Unternehmen, alle Kostensenkungspotenziale zu nutzen. Es fehlen rechtliche Rahmenbedingungen in Form von verpflichtenden Einsatzquoten, um Wettbewerbsverzerrungen bei nachhaltigem Verhalten zu verhindern. Aufgrund der Umstellung auf das Einwegpfandsystem in Österreich und der wirtschaftlichen Herausforderungen kam es bereits im zweiten Halbjahr 2025 zu einem signifikanten Rückgang, der sich teilweise auch im ersten Halbjahr 2026 fortsetzte.“

Thomas Billes, Geschäftsführer von PET to PET, ergänzt: „Bedingt durch den Nahost-Konflikt kam es zu einer starken Abflachung der beginnenden Konjunkturerholung - und zu einem Preisschub bei Energie und Primärrohstoffen. Letzteres hat die Situation am Sekundärrohstoffmarkt zwar kurzfristig entspannt; diese Phase entwickelt sich allerdings zunehmend in Richtung des Vorkrisenniveaus. Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen sind wir zuversichtlich und erwarten bei PET to PET ein besseres Jahresergebnis als 2025.“

PET to PET setzt mit neuen Investitionen ein Zeichen für den Standort

Als eines der führenden Recyclingunternehmen in Österreich investiert PET to PET kontinuierlich in die Rahmenbedingungen vor Ort, um Optimierungspotenziale auszuschöpfen. Im ersten Halbjahr wurden weitere Anpassungen vorgenommen, um die Anlage an die neuen Materialqualitäten auszurichten, die aus dem Einwegpfandsystem in Kombination mit der neuen Sortieranlage übernommen werden. Für dieses Jahr hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, alle 5 Stapler, die im Außenbereich eingesetzt werden, auf elektrischen Antrieb umzustellen. Die 5 Fahrzeuge im Innenbereich werden bereits elektrisch betrieben. PET to PET setzt damit neue Maßstäbe in Sachen Sicherheit und Effizienz.

In Planung befindet sich derzeit die Automatisierung der Ballendrahtentfernung, die bisher in aufwendiger, manueller Arbeit durchgeführt wurde. Dieses Projekt soll im Herbst 2026 fertiggestellt sein.
Das große Interesse der Gesellschaft am PET-Recyclingkreislauf zeigt sich in den zahlreichen Anfragen für Unternehmensführungen. Besonders die Wissensvermittlung an die junge Generation ist PET to PET sehr wichtig.

Über PET to PET Recycling Österreich GmbH
Die österreichische Getränkeindustrie trägt mit der PET-Recycling Anlage in Müllendorf der gemeinsam von Lebensministerium, Wirtschaftskammer, Handel sowie Abfallwirtschaft unterzeichneten Nachhaltigkeitsagenda Rechnung, die unter anderem ein zielgerichtetes ökologisches Recycling von PET-Flaschen in Österreich vorsieht. Betrieben wird die Anlage von der PET to PET Recycling Österreich GmbH, an der die Unternehmen Coca-Cola HBC Austria GmbH, Egger Getränke GmbH & Co OG, Rauch Fruchtsäfte GmbH & Co OG, S. Spitz GmbH und Vöslauer Mineralwasser GmbH beteiligt sind. Bei PET to PET werden die angelieferten PET-Flaschen – nach händischer Begutachtung und Sortierung – in einer Mühle zu Flakes zerkleinert und im Anschluss gewaschen. Danach kommen in Müllendorf die aktuell modernsten Aufbereitungsverfahren zum Einsatz. In zwei verschiedenen Verarbeitungslinien produziert man entweder PET-Flakes oder PET-Granulat – jeweils in höchster lebensmitteltauglicher Qualität. Beide Recyclatformen werden – je nach spezifischen Produktionsanforderungen und um einen möglichst hohen Recyclatanteil zu erreichen – bei der Herstellung neuer PET-Getränkeflaschen verwendet.

Weitere Informationen: www.pet2pet.at 

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