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Rund 300 Gäste waren bei der offiziellen Eröffnung der Områ-Anlage in Holtskogen anwesend. Bildquelle: TOMRA

Mit der feierlichen Eröffnung von Områ hat Norwegens neue nationale Sortieranlage im November offiziell ihren Betrieb aufgenommen– auch für Kunststoffarten, die bislang ausschließlich der Verbrennung zugeführt wurden. Die hochmoderne Anlage im Besitz von TOMRA (65 %) und Plastretur (35 %) verfügt über eine jährliche Verarbeitungskapazität von bis zu 90.000 Tonnen Kunststoffabfällen.

Diese werden dort in homogene Polymerfraktionen umgewandelt, die als Ausgangsstoffe für das Recycling dienen.

Områ sortiert gemischte Kunststoffabfälle mithilfe fortschrittlicher Sensortechnologie in zehn getrennte Monofraktionen – darunter Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyethylenterephthalat (PET), Polystyrol (PS) und weitere. Dies ermöglicht eine effizientere Rückgewinnung und höhere Recyclingquoten. Die innovative Anlage trägt maßgeblich zur Schließung des Kunststoffkreislaufs bei und zählt zu den weltweit fortschrittlichsten ihrer Art.

„Områ ist mehr als eine Sortieranlage – Områ ist ein fehlendes Bindeglied in der europäischen Kreislaufwirtschaft”, erklärte Tove Andersen, Präsidentin und CEO von TOMRA, anlässlich der Eröffnung. „Die Anlage ist in der Lage, die Kunststoffverpackungsabfälle aller norwegischen Haushalte aufzunehmen und in recycelbare Fraktionen umzuwandeln. Damit schließt sie eine entscheidende Lücke in der Kunststoff-Kreislaufwirtschaft. Als Grundpfeiler der Recycling-Infrastruktur bietet Områ Mischabfall-Sortieranlagen eine verlässliche Abnahmestelle und kann dazu beitragen, mehr Ressourcen aus getrennt erfasstem Material zurückzugewinnen.“

Die neue Anlage im Gewerbepark Holtskogen nahe Oslo bietet Kommunen und Entsorgungsbetrieben, die eine automatisierte Mischabfallsortierung (MWS) in Erwägung ziehen, künftig eine verlässliche Abnahmelösung – ein entscheidender Schritt zur Steigerung der Recyclingquoten, ohne ausschließlich auf die Mülltrennung der Haushalte angewiesen zu sein.

Mit der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) wird ab 2030 vorgeschrieben, dass mindestens 55 % aller Kunststoffverpackungsabfälle recycelt werden müssen – das heißt, sie müssen in großem Maßstab gesammelt und stofflich verwertet werden. Derzeit liegt die Recyclingquote von Kunststoffabfällen in Norwegen bei rund einem Drittel; der Rest wird thermisch verwertet.

„Områ sendet ein klares Signal an Kommunen und die gesamte Wertschöpfungskette: Ab sofort steht eine skalierbare, hochwertige Sortierlösung für Kunststoffverpackungen zur Verfügung“, kommentierte Karl Johan Ingvaldsen, CEO von Plastretur. „Die Anlage schafft die nötige Infrastruktur für die Erfüllung der EU-Recyclingziele und unterstützt unser gemeinsames Ziel, eine echte Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe aufzubauen.“

Über 300 Gäste aus Kommunen, Recyclingwirtschaft, Marketing, NGOs und Politik nahmen an der Einweihung der Anlage am 5. November teil.

Quelle: www.tomra.com/de-de

 

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