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Starke Nachfrage nach nachhaltiger, faserbasierter Verpackung

Im 2. Quartal verzeichnete MM eine sehr guter Nachfrage. So konnten auch Preiserhöhungen zur Kompensation der andauernden starken Kosteninflation durchgesetzt werden.

Peter Oswald, MM CEO: „Die Nachfrage nach unseren Produkten ist stark, da Konsumenten natürliche, wiederverwertbare Verpackungen aus nachwachsenden, faserbasierten Rohstoffen bevorzugen."

Die konsolidierten Umsatzerlöse lagen mit 1.158,1 Mio. EUR über dem Wert des 1. Quartals 2022 (1.060,4 Mio. EUR). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahresniveau (Q2 2021: 648,3 Mio. EUR) resultiert überwiegend aus der Einbeziehung von MM Kotkamills und MM Kwidzyn sowie notwendigen Preisanpassungen.

Das betriebliche Ergebnis des Konzerns erhöhte sich auf 173,9 Mio. EUR nach 111,1 Mio. EUR im 1. Quartal 2022 und 30,9 Mio. EUR im 2. Quartal des Vorjahres. Letzteres war vor allem durch Einmaleffekte in Höhe von 26,1 Mio. EUR aus Restrukturierungsmaßnahmen in der Packagingdivision sowie die starke Belastung aus dem massiven Inputkostenanstieg im Kartonbereich geprägt. Die Operating Margin belief sich damit auf 15,0 % (Q1 2022: 10,5 %; Q2 2021: 4,8 %). Der Periodenüberschuss erhöhte sich auf 126,3 Mio. EUR (Q1 2022: 79,5 Mio. EUR; Q2 2021: 18,3 Mio. EUR).

Die Kapazitäten der Division MM Board & Paper waren mit 99 % auch im 2. Quartal nahezu voll ausgelastet (Q1 2022: 99 %; Q2 2021: 99 %). Die Operating Margin betrug 18,1 % und lag somit sowohl über den Werten des Vorquartals als auch des Vorjahres (Q1 2022: 10,7 %; Q2 2021: 4,6 %).

In der Packagingdivision war das 2. Quartal vor allem durch umgesetzte Kostenweitergaben, Mengensteigerungen und die erstmalige Einbeziehung von Eson Pac geprägt. Die Operating Margin belief sich auf 8,4 % (Q1 2022: 9,0 %; Q2 2021: 4,5 %).

MM hat mit einer außergewöhnlich starken Performance im 2. Quartal auch insgesamt ein gutes 1. Halbjahr abgeschlossen.

Die massive Kosteninflation konnte durch Preisanpassungen, Kostenkontrolle und gesteigerte betriebliche Effizienz abgefedert werden. Darüber hinaus wurde die Gewinn- und Verlustrechnung zum 1. Halbjahr insbesondere durch die Einbeziehung der vor einem Jahr erworbenen Karton- und Papierwerke MM Kwidzyn und MM Kotkamills beeinflusst. Gleichzeitig wurden die Investitionen deutlich erhöht, um den Energieverbrauch zu senken, die Qualität zu verbessern und Mengen zu steigern.
 
Da die kontinuierliche Versorgung der Kunden oberste Priorität hat, hat MM mehrere Maßnahmen ergriffen, um eine mögliche Gasrationierung, die alle Karton- und Papierwerke mit Ausnahme von MM Kwidzyn betreffen würde, zu entschärfen: WDas Unternehmen hat deshalb Gasspeicher in Österreich angemietet, investieren in Finnland in alternative Ölbefeuerung und hat begonnen Sicherheitsvorräte für Recyclingkarton anzulegen.

Die zweite Jahreshälfte wird durch geplante investitionsbedingte Stillstände, notwendige Anpassungsmaßnahmen sowie Instabilitäten in der Lieferkette, deren Ausmaß zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht absehbar ist, geprägt sein.

Ergebnisrechnung

Die Ergebnisrechnung zum 1. Halbjahr ist insbesondere geprägt durch die Einbeziehung der Karton- und Papierwerke MM Kwidzyn und MM Kotkamills, welche Anfang August 2021 erworben wurden.

Die konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns erhöhten sich um 928,9 Mio. EUR auf 2.218,5 Mio. EUR (1. HJ 2021: 1.289,6 Mio. EUR). Dieser Anstieg resultiert vorwiegend aus den Akquisitionen des Vorjahres sowie aus der Weitergabe von Kostensteigerungen über höhere Preise.

Mit 285,0 Mio. EUR lag das betriebliche Ergebnis 192,9 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (1. HJ 2021: 92,1 Mio. EUR). Der deutliche Anstieg resultiert insbesondere aus der Division MM Board & Paper. Im Vorjahr waren Einmalaufwendungen aus Anpassungs- und Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 26,1 Mio. EUR in der Packagingdivision erfasst. Die Operating Margin des Konzerns erreichte somit 12,8 % (1. HJ 2021: 7,1 %).

Finanzerträge beliefen sich auf 2,3 Mio. EUR (1. HJ 2021: 1,0 Mio. EUR). Der Anstieg der Finanzaufwendungen von -10,3 Mio. EUR auf -15,6 Mio. EUR ist insbesondere auf die Aufnahme von Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen im Vorjahr zur Finanzierung der Akquisitionen und organischer Wachstumsprojekte zurückzuführen.

Mit 270,2 Mio. EUR lag auch das Ergebnis vor Steuern über dem Vorjahr (1. HJ 2021: 82,9 Mio. EUR). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beliefen sich auf 64,4 Mio. EUR (1. HJ 2021: 20,7 Mio. EUR), woraus sich ein effektiver Konzernsteuersatz von 23,8 % (1. HJ 2021: 25,0 %) ermittelt.

Der Periodenüberschuss stieg um 143,6 Mio. EUR auf 205,8 Mio. EUR (1. HJ 2021: 62,2 Mio. EUR).

Quelle: MAYR-MELNHOF KARTON AG

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