Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) passen ihre Recyclingstationen an den Bahnhöfen an veränderte Abfallströme an. Hintergrund ist der drastische Rückgang der separat gesammelten Papiermengen: Zwischen 2015 und 2025 sank das Aufkommen um mehr als 96 Prozent.
Deshalb wird die SBB die separate Papiersammlung an ihren öffentlichen Recyclingstationen bis Ende 2026 einstellen.
Seit 2014 sammelt die SBB an ihren Bahnhöfen Papier, PET-Flaschen und Aluminiumdosen getrennt vom Restabfall. Allein zwischen 2023 und 2025 gingen die Papiermengen um mehr als 20 Prozent zurück. Als einen wesentlichen Grund nennt das Unternehmen den Wegfall kostenloser Zeitungen. Zudem wurden die Papierfächer häufig mit anderen Abfällen befüllt.
Künftig wird das bisherige Papierfach durch ein zusätzliches Restabfallfach ersetzt. Mit rund 11.000 Tonnen im Jahr 2025 bildet Restabfall die mengenmäßig größte Abfallfraktion an den Bahnhöfen. PET-Flaschen und Aluminiumdosen werden weiterhin getrennt gesammelt. Gleichzeitig optimiert die SBB die Standorte ihrer Recyclingstationen und platziert diese gezielt an gut erreichbaren Stellen, etwa in der Nähe von Treppen und Sitzbereichen.