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Vorläufige Statistiken von Cepi für 2025 zeigen, dass die europäische Papier- und Kartonproduktion um 1,5 % zurückgegangen ist. Ein ähnlicher Rückgang ist auch bei den meisten globalen Wettbewerbern zu beobachten. In Europa hat die Branche ihre führende Position bei biobasierten und zirkulären Materialien genutzt und dadurch Widerstandsfähigkeit aufgebaut.

0224 Cepi ReportDie Produktion sank im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 %. Der allgemeine Trend seit 2021 bleibt negativ und spiegelt die Schwierigkeiten wider, mit denen alle europäischen Industriesektoren in den vergangenen fünf Jahren aufgrund ungünstiger makroökonomischer Entwicklungen konfrontiert waren: eine schwache Nachfrage, die starke Belastung der Industrie durch hohe Energie- und Produktionskosten im Vergleich zu globalen Wettbewerbern sowie eine zunehmende regulatorische Belastung in Europa, geopolitische Herausforderungen und steigende Handelsspannungen.

Die Produktion grafischer Papiere, weiterhin anfälliger als andere Segmente, ging 2025 um 7,2 % zurück. Betrachtet man ausschließlich Verpackungspapier und -karton (+0,1 %), Hygienepapier (-0,8 %) sowie andere Papier- und Kartonarten (+0,4 %), wirkte die europäische Produktion 2025 relativ stabil, lag jedoch weiterhin 6,8 % unter dem Rekordniveau von 2021.

Die Entwicklung des europäischen Zellstoff- und Papiersektors im Jahr 2025 ist im Vergleich zu globalen Wettbewerbern zu sehen: Während die weltweite Papier- und Kartonproduktion nahezu unverändert blieb (-0,3 %), ging die Produktion in den meisten papier- und kartonproduzierenden Ländern stärker zurück als in Europa. Die Vereinigten Staaten, Japan, Kanada und Südkorea verzeichneten Produktionsrückgänge (-1,9 % bis -5,7 %). Ausnahmen sind Brasilien (+0,1 %), ein wichtiger Zellstoffexporteur nach Europa, sowie China (+2,9 %), das seine Papier- und Kartonproduktion seit 2020 beschleunigt hat.

Die Handelsbilanz für Papier und Karton, obwohl leicht rückläufig, verringerte sich im Cepi-Gebiet gegenüber 2024 um 4,4 %, bleibt jedoch deutlich positiv — eine einzigartige Position unter energieintensiven Sektoren in Europa. Auf Basis der neuesten Daten von Eurostat (11 Monate) sind die EU-Exporte von Papier und Karton um 2,2 % gesunken, während die Importe 2025 schätzungsweise um 1,4 % gestiegen sind, was die Fragilität der globalen Wettbewerbsposition der Europäischen Union zeigt.

Jüngste von Deloitte veröffentlichte Zahlen zeigen jedoch, dass Europa bei entscheidenden Wettbewerbskennzahlen unerreicht ist: bei Biomasseströmen in Richtung Biomaterialien und bei der Nutzungsrate zirkulärer Materialien, die maßgeblich vom europäischen Papier- und Kartonsektor getragen wird.

>>> Download des Cepi Preliminary Statistics Report 2025.

Quelle und weitere Informationen: www.cepi.org

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