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Solide trotz Corona-Krise: SCHOTT steigert Umsatz und Ergebnis

Der internationale Spezialglaskonzern SCHOTT setzt seine positive Entwicklung weiter fort und stellt mit einem mutigen Investitionsprogramm die Weichen für weiteres Wachstum.

Trotz eines generell schwachen wirtschaftlichen Umfeldes aufgrund der Corona-Pandemie, konnte SCHOTT im Geschäftsjahr 2020 seine wesentlichen Finanzkennzahlen weiter positiv entwickeln, oder auf dem Niveau des Vorjahres halten. „Auch in momentan schwierigen Zeiten haben wir Kurs gehalten. Mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr sind wir daher sehr zufrieden“, betonte CEO Dr. Frank Heinricht. „Das ist vor allem unserer Vorarbeit in den letzten Jahren zu verdanken. Wir haben konsequent investiert, viele Innovationen auf den Markt gebracht und stringentes Portfolio-Management betrieben. Gleichzeitig haben wir den Kulturwandel hin zu mehr Agilität in unserer Organisation angestoßen. Das hat uns als Unternehmen robuster gemacht und sich in diesem besonderen Geschäftsjahr ausgezahlt.“

Der Umsatz stieg um 2,2 % auf 2,24 Mrd. Euro. Erneut verbessert werden konnte das operative Ergebnis (EBIT), das nunmehr bei 288 Mio. Euro liegt. Der Auslandsanteil am Umsatz stieg auf 87 %. Mit einem Umsatzplus von knapp 6 % war SCHOTT in Asien besonders erfolgreich. Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf rund 16.500 Beschäftigte, davon rund 5.900 in Deutschland.

In Teilen des Portfolios waren die Einflüsse der COVID-19 Pandemie deutlich zu spüren. Das Geschäft mit Spezialglas für die Hausgeräteindustrie erholte sich Richtung Jahresende, nachdem die Nachfrage zu Beginn der Pandemie zunächst zurückgegangen war. Sehr dynamisch zeigte sich dagegen das Geschäft bei Produkten für die PharmaIndustrie.

Investitionen erfolgreich umgesetzt, Eigenkapital stabil

Besonders bemerkenswert: Das im Vorjahr angekündigte Investment hat SCHOTT trotz der Corona-Krise wie geplant realisiert – insgesamt rund 320 Millionen Euro Sachinvestitionen,
ein Plus von rund 24 %. Gut die Hälfte der Summe floss in deutschsprachige Standorte, beispielsweise in einen Neubau für Pharmaverpackungen im badischen Müllheim, sowie in die Optik-Produktion in Mainz. Auf internationaler Ebene investierte SCHOTT in ein neues Werk in China und neue Schmelzaggregate in Indien, beides für die Pharmarohrproduktion. Weitere Investitionsschwerpunkte lagen in Ungarn, Schweiz, Brasilien und den USA.
Die Eigenkapitalquote blieb bei 32 % auf einem guten Niveau.

„In diesen herausfordernden Zeiten sind wir grundsolide aufgestellt“, erklärte Finanzvorstand Dr. Jens Schulte. „Das gibt uns genügend Spielraum für organisches Wachstum. Auch an weiteren Zukäufen sind wir interessiert. Die Akquisitionen der letzten Jahre haben wir erfolgreich in unser ProduktPortfolio integriert. Dadurch haben wir unsere Material- und Digitalisierung-Kompetenz erweitert.“

Aktiver Beitrag im Kampf gegen COVID-19

SCHOTT stellt aktuell jedes Jahr mehr als 11 Milliarden Pharmaverpackungen für Impfstoffe und Flüssigmedikamente her. Daher hat das Unternehmen in der Pandemie eine besondere Systemrelevanz. Drei von vier Pharmaunternehmen, die einen COVID-19-Impfstoff entweder bereits herstellen oder noch erforschen, vertrauen auf Fläschchen von SCHOTT. Bis Ende 2021 wird das Unternehmen genügend Fläschchen für zwei Milliarden Impfdosen ausgeliefert haben. SCHOTT hat bereits seit dem Frühjahr 2019 in seine Produktionskapazität investiert und war daher während der Pandemie in der Lage, die Kapazitäten schnell hochzufahren. Insgesamt werden die Investitionen in den Pharmabereich rund eine Milliarde US-Dollar bis 2025 betragen. Die Hälfte davon wird SCHOTT bis Ende 2021 umgesetzt haben.

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