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Alttextilmarkt 2016/2017

Das Jahr 2016 hatte genauso schwierig begonnen, wie das vorherige Jahr endete. Auch wenn der Preis-Abwärtstrend im Exportgeschäft zum Stoppen gekommen ist, so konnte allerdings im gesamten Jahr auch keine Preiserholung verbucht werden.

Bis zum 3. Quartal des Jahres war insbesondere ein erheblicher Verlust an Sammelmengen sowie der Qualitäten zu verzeichnen. Ein Grund hierfür ist die Flüchtlingskrise. Aber auch das größer werdende Angebot im Billigpreissegment der Neuwaren führt zur Verschlechterung der Sammelwaren.
Die von karitativen Organisationen angebotene „vorsortierte“ Ware enthielt wenig hochwertige Bekleidung, die allerdings grundsätzlich zur Kostendeckung benötigt wird.

Zudem gestalteten sich die Afrika-Geschäfte immer problematischer. Sowohl der sinkende Ölpreis als auch die angespannte Liquidität aufgrund der Devisenknappheit waren hierfür ursächlich. Ferner hat die Ostafrikanische Gemeinschaft ein Altkleider-Import-Verbot ab 2019 vereinbart, was teilweise zu direkten Folgen, wie beispielsweise enormen Zollerhöhungen, geführt hat.
Ebenso drängen immer mehr Anbieter neuer Waren aus Fernost auf die afrikanischen Märkte.

Bei der Recyclingware standen die Vorzeichen besonders schlecht; zum Teil waren diese nur gegen Erstattung der Transportkosten oder einer Zuzahlung absetzbar.

Und auch der Absatz von Putzlappen gestaltete sich unverändert schwierig: Die Preise stagnierten auf einem weiterhin niedrigen Niveau; eine Besserung ist nicht in Sicht.

Federn waren das gesamte Jahr über zu stabil niedrigen Preisen zu vermarkten.

Für 2017 sieht sich die Branche mit anhaltenden Problemen, sei es durch weitere Untersagungen gewerblicher Sammlungen, den vielen illegalen Erfassern als auch das Ostafrikanische-Importverbot, konfrontiert. Dies führt zu einer allgemeinen Verunsicherung der gesamten Branche verbunden mit Zukunftsängsten. Mit dem bvse-Projekt „Gemeinsam gegen Illegale“ besteht Hoffnung, den illegalen Sammlern unter anderem gemeinsam mit den Kommunen Einhalt zu gebieten.

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