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Stena und Johnson Matthey planen gemeinsames Batterierecycling

Die Unternehmen Johnson Matthey und die Stena Recycling Group wollen gemeinsam eine effiziente Wertschöpfungskette für das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien und Materialien für die Zellherstellung entwickeln. Eine Absichtserklärung wurde unterzeichnet.

Die Verkäufe von Elektrofahrzeugen sind im Jahr 2020 weltweit um 43 % gestiegen, da die Batteriekosten gesunken sind, was dazu beigetragen hat, dass Elektroautos erschwinglicher geworden sind1. Die Dekarbonisierung des Transportwesens ist ein entscheidender Schritt, um Gesellschaften und Industrien zu helfen, ihre ehrgeizigen Netto-Null-Emissionsziele zu erreichen. Elektrofahrzeuge haben daher das Potenzial, einen wesentlichen Beitrag zur Bewältigung der Klimakrise zu leisten.

Es wird erwartet, dass sich die Menge an Lithium-Ionen-Batterien, die in Fahrzeugen und zur Stromspeicherung verwendet werden, im nächsten Jahrzehnt fast verzehnfachen wird, von 260Gwh im Jahr 2020 auf 2.500Gwh im Jahr 20302. Dies wird zu einem exponentiellen Anstieg der Nachfrage nach Recycling führen, das unerlässlich ist, um kritische Metalle wie Lithium, Nickel und Kobalt zurückzugewinnen und so den Kohlenstoff-Fußabdruck von batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen zu reduzieren.

Stena Recycling arbeitet mit allen Arten von Unternehmen zusammen, um nachhaltige Kreislauflösungen zu entwickeln. Mit 173 Standorten in sieben nordeuropäischen Ländern recycelt die Gruppe jährlich über sechs Millionen Tonnen an Materialien, darunter 240.000 Altfahrzeuge. Stena Recycling führt derzeit Anlagen und Prozesse ein, um wertvolle Materialien aus Elektrofahrzeugbatterien zur weiteren Veredelung zurückzugewinnen.

Johnson Matthey wird zusätzliche Prozessschritte entwickeln, um vollständig veredelte Materialien zu produzieren, die für die Verwendung im Herstellungsprozess von Lithium-Ionen-Batterien geeignet sind und den Recyclinganteil neuer Batterien erhöhen. Die Schließung des Kreislaufs vom Recycling am Ende des Lebenszyklus bis hin zu neuen Batteriematerialien ist wesentlich, um Kreislauffähigkeit in der Lieferkette zu erreichen.

Jane Toogood, Chief Executive des Efficient Natural Resources Sector von Johnson Matthey, sagte:

"Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit Stena bei der Bereitstellung einer effizienten Lösung für die Batterieveredelung auf dem europäischen Markt. Das Batterierecycling passt gut zu JMs Kernkompetenz bei Batteriematerialien und der Raffination strategischer Metalle und stärkt unsere Position bei der Entwicklung einer nachhaltigen und zirkulären Batterie-Wertschöpfungskette."

Rasmus Bergström, Executive Director Product Development bei Stena Recycling, fügte hinzu: "Wir glauben, dass eine nachhaltige und zirkuläre Lösung für das Recycling von Batterie-Elektrofahrzeugen ein wesentlicher nächster Schritt in der Wertschöpfung und Ressourceneffizienz ist, die unser Geschäft definiert und das Streben nach Netto-Null-Emissionen unterstützen wird. Wir freuen uns, mit JM auf dieses Ziel hinzuarbeiten."

1 Bericht von EV-volumes.com, einem Beratungsunternehmen mit Sitz in Schweden

2 Bericht von Circular Energy Storage Research & Consulting mit Sitz in Großbritannien

Quelle und weitere Informationen: https://matthey.com

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