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Aurubis erzielt gutes Halbjahresergebnis trotz Coronakrise

Trotz der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus mit extremen Folgen für die Weltwirtschaft ist der Aurubis-Konzern mit den Ergebnissen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019/20 zufrieden.

Das reduzierte Angebot an den globalen Rohstoffmärkten konnte durch flexible Disposition und ein breit diversifiziertes Lieferantenportfolio ausgeglichen werden, sodass alle Produktionsstandorte ausreichend mit Konzentrat und Recylingmaterialien versorgt waren.

Die schwächere Nachfrage nach Flachwalzprodukten wurde durch stringentes Kostenmanagement nahezu kompensiert.

Robustes Geschäftsmodell und solide finanzielle Basis

Das robuste Geschäftsmodell und die starke Bilanzposition mit stabiler Liquiditätslage erweisen sich in der Krise als vorteilhaft: Wie auf der Hauptversammlung der Aurubis AG am 27. Februar 2020 beschlossen, hat das Unternehmen eine Dividende von 1,25 € je Aktie ausgeschüttet. Das von Aurubis am 19. März 2020 gestartete Aktienrückkaufprogramm, mit dem Aktien zu einem Gesamtkaufpreis von bis zu 200 Mio. € erworben werden sollen, läuft weiter. Investitionen in die Standorte des Konzerns und die Umsetzung der Multimetall-Strategie werden unverändert fortgesetzt. Auf die Einführung von Kurzarbeit kann das Unternehmen bisher verzichten.

„Angesichts der Covid-19-Pandemie haben wir Aurubis bisher gut durch die Krise gesteuert. Mittels der sehr frühzeitig ergriffenen Maßnahmen konnten wir die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wirksam schützen, die Entstehung von Infektionsketten vermeiden und die Produktion unbeeinträchtigt fortsetzen“, bewertet Roland Harings, Vorstandsvorsitzender der Aurubis AG, die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2019/20. „Trotz der zunehmend herausfordernden Rohstoff- und Absatzmärkte bestätigen wir, insbesondere Dank unseres sehr robusten Geschäftsmodells und starken Ausgangsposition, die Prognose für das Geschäftsjahr 2019/20.“

Konzentratdurchsatz im ersten Quartal durch geplanten Stillstand reduziert, im zweiten Quartal wieder gut

Ein geplanter Wartungsstillstand im Werk Hamburg im ersten Quartal des Geschäftsjahres führte zu einem geringeren Konzentratdurchsatz und in der Folge zu einem Ergebnis von 31 Mio. € im ersten Quartal. Im zweiten Quartal produzierten alle Standorte auf gutem Niveau. Im Vorjahreszeitraum war das Ergebnis durch ungeplante Stillstände mit rund 25 Mio. € belastet.

Gesunkene Absatzpreise für Schwefelsäure und eine deutlich schwächere Nachfrage nach Strangguss- und Flachwalzprodukten wirkten belastend auf das Ergebnis des ersten Halbjahres. Im Vorjahr erhöhte die Bilanzierung einer Forderung von 20 Mio. € aus dem untersagten Verkauf der Sparte Flat Rolled Products (FRP) das operative Ergebnis.

Positive Effekte auf das EBT ergaben sich aus einem deutlich gestiegenen Durchsatz des Recycling-Aggregats KRS in Lünen. Auch die Raffinierlöhne für Altkupfer lagen im Vergleich zum Vorjahr deutlich höher. Hohe Edelmetallpreise und ein höheres Metallergebnis wirkten stützend auf das Halbjahresergebnis 2019/20.

Vor allem aufgrund der höheren Edelmetallpreise stieg der Umsatz im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019/20 auf 6.013 Mio. € (Vj. 5.660 Mio. €). Der operative ROCE (unter Berücksichtigung des operativen EBIT der letzten vier Quartale) sank auf 7,5 % (Vj. 9,2%). Ursache hierfür waren die Sondereffekte zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres sowie der geplante Stillstand im Hamburger Werk. Der Netto-Cashflow lag zum 31.03.2020 mit -25 Mio. € deutlich über dem schwachen Niveau des Vorjahres (Vj. -334 Mio. €), das aufgrund hoher Vorratsbestände zur Vorbereitung auf die geplanten Stillstände 2018/19 negativ beeinflusst war.

Auf Basis IFRS erreichte Aurubis ein EBT aus fortgeführten Aktivitäten von 43 Mio. € (Vj. 136 Mio. €).*

Ausblick: Märkte werden herausfordernder, Aurubis arbeitet intensiv an der Umsetzung der Multimetall-Strategie

Trotz eines sich abschwächenden Mengenangebots an den Märkten erwartet Aurubis weiterhin, sich auf den Rohstoffmärkten für Konzentrate und Altkupfer ausreichend versorgen zu können. Während die Schmelz- und Raffinierlöhne für Konzentrate unter Druck sind, sind die Schmelzlöhne für Altkupfer zwar leicht rückläufig, aber weiter auf hohem Niveau. Auf den Absatzmärkten für Kupferprodukte verdichten sich die negativen Auswirkungen der anhaltenden Produktionsstillstände in der Abnehmerindustrie. Aurubis geht für die nächsten Monate von einer schwächeren Nachfrage nach Kupfergießwalzdraht und Stranggussprodukten aus.

Langfristig blickt Aurubis jedoch positiv nach vorn: Der Erwerb des spanisch-belgischen Recyclingunternehmens Metallo zum Preis von 380 Mio. €, für den die EU-Wettbewerbskommission am 4. Mai 2020 die uneingeschränkte Freigabe erteilt hat, wird Aurubis neue Wachstumsimpulse liefern und den eingeschlagenen Weg zum Multimetall-Anbieter stärken. „Der Zusammenschluss ist ein wichtiger Meilenstein in der Umsetzung unserer Strategie“, erklärt Roland Harings. „Recycling ist unabdingbar für eine nachhaltige Gesellschaft und stellt zudem einen attraktiven, weltweiten Wachstumsmarkt dar. Metallos Verarbeitungs-Know-how und die technischen Prozesse ergänzen perfekt die Kernkompetenzen von Aurubis.“ Der formale Abschluss der Transaktion (Closing) findet am 29. Mai 2020 statt.

Um die Wettbewerbsfähigkeit auch in Zukunft sicherzustellen, hat Aurubis das bestehende, konzernweite Effizienzsteigerungsprogramm in ein Performance Improvement Program (PIP) überführt, das den Fokus auf Kostensenkung legt. Maßnahmen wurden identifiziert und mit der Umsetzung wurde begonnen. Gespräche mit den Mitbestimmungsgremien sind gestartet.

Den vollständigen Zwischenbericht 6 Monate 2019/20 finden Sie >>> hier.

Quelle und weitere Informationen: www.aurubis.com/de

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