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Aurubis realisiert etwa 50 Millionen Euro

Im Rahmen eines Wartungsstillstandes im Hamburger Werk der Aurubis AG werden mehr als 450 Modernisierungs-, Umweltschutz- und Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Der Wartungsstillstand begann Anfang des Monats und wird voraussichtlich bis Mitte November andauern.

00 anlieferung konverterAnlieferung Konverter, © AurubisAnlass ist die alle drei Jahre gesetzlich vorgeschriebene innere Revision des Abhitzekessels in der Primärhütte. Hierfür wurden die gesamte Rohhütte, in der aus Kupferkonzentraten und Recyclingstoffen Kupferanoden hergestellt werden, und die zugehörige Kontaktanlage zur Produktion von Schwefelsäure außer Betrieb genommen.

In den kommenden Wochen werden gleichzeitig an allen wesentlichen Anlagen des Bereiches Maßnahmen zur technischen Erneuerung, zur Instandhaltung und zur weiteren Verbesserung des Umweltschutzes vorgenommen. Insgesamt werden 450 Einzelprojekte durchgeführt, in die Aurubis rund 50 Mio. EUR investiert.

Intensive Vorbereitung

„Der Begriff ‚Wartungsstillstand‘ trifft den Sachverhalt nur unzureichend“, sagt Werkleiter Jens Jacobsen. „denn wir unterbrechen zwar die Produktion, beginnen aber zahlreiche und komplexe Aktivitäten, um unsere Prozesse und Anlagen weiter zu verbessern.“ Neben der Inspektion und Überholung des Abhitzekessels werden auch die Konvertoren der Rohhütte ausgetauscht.

In diesen drei allein im Stahlbau 95 Tonnen schweren Behandlungsgefäßen mit einer Länge von 13 Metern findet der zweite von insgesamt drei Prozessschritten der Kupferproduktion statt. Zahlreiche weitere Teilprojekte im Schwebeschmelzofen selbst, wie zum Beispiel die Erneuerung der Unterofendecke, und Umweltschutzmaßnahmen, wie beispielsweise eine Optimierung des Abgasweges, stehen ebenfalls auf dem Programm.

Die Durchführung des Stillstandes ist ein technisches und logistisches Großprojekt, die Planungen haben direkt nach dem Abschluss des letzten turnusmäßigen Großstillstandes im Jahr 2016 begonnen.

Um den Betrieb der Anlagen schnellstmöglich wieder aufnehmen zu können, werden die Maßnahmen rund um die Uhr durchgeführt, auch am Wochenende und an Feiertagen laufen die Arbeiten ohne Einschränkungen weiter. Hierfür setzt Aurubis etwa 750 seiner 2500 eigenen Mitarbeiter am Standort ein. Hinzu kommen 1200 Mitarbeiter von Partnerfirmen, Lieferanten und Dienstleistern. Für diese stellt Aurubis unter anderem ein eigenes Zutrittsmanagement, spezielle Sicherheitskonzepte und Infrastrukturen wie Wasch- und Duschräume, eine temporäre Kantine sowie Parkplätze zur Verfügung.

Arbeitssicherheit hat Priorität

Alle Personen, die am Wartungsstillstand beteiligt sind, durchlaufen eine mehrstündige Sicherheitsschulung, ohne die sie das abgegrenzte Stillstandgelände nicht betreten dürfen. „Wir legen immer besonderen Wert auf Arbeitssicherheit. Gerade bei einem geplanten Großstillstand in dieser Komplexität sind die Aufgaben speziell, den externen Partnern sind die örtlichen Gegebenheiten und Besonderheiten in der Regel nicht genau bekannt. Darum machen wir auch hier keine Kompromisse“, erläutert Jens Jacobsen.

Geplante Wartungsstillstände sind in vielen industriellen Großbetrieben üblich. Bei Aurubis im Werk Hamburg finden sie in dieser Größenordnung alle drei Jahre statt. Der diesjährige Wartungsstillstand wird voraussichtlich bis Mitte November andauern.

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