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Grafik: Umweltbundesamt

Sammelquote für Elektroaltgeräte in 2017 knapp erreicht

Wie das Umweltbundesamt auf seiner Webseite mitteilt, wurde die seit Januar 2016 gültige Anforderung der Erreichung einer Mindestsammelquote von 45 % der Masse an Elektroaltgeräten insgesamt, die in den drei Vorjahren im Durchschnitt in Verkehr  gebracht wurden, im Jahr 2017 mit 45,08 % knapp erreicht.

Die Betrachtung der Zeitreihe ab dem Jahr 2006  (siehe Abb. „In Verkehr gebrachte Mengen, Sammelmengen und -quoten bei Elektroaltgeräten“ und Tab. „Mengen- und Kennzahlenentwicklung bei Elektroaltgeräten“) zeigt, dass die Sammlung von Elektroaltgeräten zum sicheren Erreichen der Sammelquote von 45 % weiter verbessert und für die ab dem Jahr 2019 geltende Sammelquote von 65 % noch deutlich gesteigert werden muss. Hierfür sei insbesondere abzuwarten, welche Effekte die seit dem 24. Juli 2016 verpflichtend eingeführte Rücknahme des Handels bringt (Vertreiberrücknahme, vgl. § 17 ElektroG), so das UBA. Weitere Informationen dazu erhalten Sie auf der UBA-Themenseite "Elektro- und Elektronikgerätegesetz".

In den Jahren 2006 bis 2017 haben die öffentlich rechtlichen Entsorgungsträger (zum Beispiel kommunale Sammelstellen/ Wertstoffhöfe, Schadstoffmobile), Hersteller und Händler jährlich im Schnitt ungefähr 8 kg Elektroaltgeräte pro Kopf aus privaten Haushalten zurückgenommen. Im Jahr 2017 konnte die Sammelleistung gegenüber 2016 deutlich von 8,62 kg auf 9,12 kg pro Kopf gesteigert werden (+0,5 kg pro Kopf).

Bezüglich der Ziele zur Vorbereitung zur Wiederverwendung und dem Recycling sowie zur Verwertung insgesamt, werden die Vorgaben in allen zehn Gerätekategorien im Berichtsjahr 2017 eingehalten (siehe Tabellen „Elektro- und Elektronikaltgeräte in Deutschland 2017“ und BMU-Website „Daten zu Elektro- und Elektronikgeräten in Deutschland“).

Berichterstattung zur Sammlung und Verwertung von Elektroaltgeräten – die WEEE-Richtlinie

Die WEEE-Richtlinie schreibt vor, dass Mitgliedstaaten Daten zu den Sammelmengen und den Verwertungsergebnissen erheben. Diese Daten werden in Deutschland von der stiftung elektro-altgeräte register (stiftung ear) und dem Statistischen Bundesamt (Destatis) in Zusammenarbeit mit den Statistischen Landesämtern erhoben und dem Umweltbundesamt übermittelt.

Daten zu Elektroaltgeräten müssen regelmäßig in einem vorgeschriebenen Format an die EU-Kommission gemeldet werden. Grundlage hierfür sind zwei Tabellen: Die erste dient der Darstellung der in Verkehr gebrachten Mengen an Elektro- und Elektronikgeräten und der gesammelten Mengen an Elektroaltgeräten sowie der Anteile an im Inland behandelten und zur Behandlung exportierten Altgeräte (KOM-Tabelle 1). Die zweite stellt detailliert die Verwertung sowie die Vorbereitung zur Wiederverwendung und das Recycling dar (KOM-Tabelle 2). Das Umweltbundesamt bereitet die Daten der stiftung ear und Destatis auf und übermittelt das Ergebnis an das Bundesumweltministerium (BMU). In Abstimmung mit dem BMU werden die Daten dann an die EU-Kommission weitergeleitet. Aktuell liegen die Daten für die Jahre 2006 bis 2017 vor.

Zum Download:

Grafik: In verkehr gebrachte Mengen, Sammelmengen und -quote bei Elektrogeräten

Tabelle: Menge- und Kennzahlenentwicklung bei Elektroaltgeräten (Berichtsjahr 2006 bis 2017)

Tabelle: Elektro- und Elektronikaltgeräte in Deutschland: Daten 2017 zur Sammlung und Behandlung

Tabelle: Elektro- und Elektronikaltgeräte in Deutschland: Daten 2017 zur Verwertung Recycling, und Vorbereitung zur Wiederverwendung (KOM-Tabelle 2)

Quelle, Grafik und Tabellen: Umweltbundesamt

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