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Rege Teilnahme beim bvse-Seminar „Welt des Schrotts“

Zum zweiten Mal veranstaltete der bvse sein Seminar zur Vermittlung der Grundlagen im Schrottgeschäft für interessierte Kreise. Dieses Mal wurde das Seminar in Lingen an der Ems angeboten.

Der erste Veranstaltungstag am 01.04.2019 im Hotel am Wasserfall unter der Lingener Wolkenmaschine war der Theorie gewidmet.

Die Welt des Schrotts, bezogen auf die Arten der Stahlerzeugung, die Stahlrohstoffe und die Sortenkunde legierter und unlegierter Schrotte, durchdrang bvse-Vizepräsident Sebastian Will kompetent und anschaulich. Seine Erläuterungen zu den kaufmännischen Grundlagen des Schrottgeschäfts, gespickt mit mit vielen praktischen Beispielen, fanden bei den Lehrgangsteilnehmern großen Anklang.

Martin Kievernagel (SeRohPlan GmbH) gab daran anschließend einen Überblick zu den im Schrottgeschäft gängigen Anlagen- und Aufbereitungstechniken .

Claudia Küster, Umwelttechnikerin mit eigenem Schrottgeschäft und Vorstandsmitglied des bvse-Fachverbandes Schrott, E-Schrott, Kfz-Recycling, erläuterte die Betriebsorganisation eines Entsorgungsfachbetriebes. Zudem erklärte sie das Umweltmanagement und die Nachweisführung als wichtigen Eckpfeiler für den Betrieb eines Schrotthandels.

Im Anschluss verschaffte Thomas Kaiser (Agimus GmbH, Umweltgutachterorganisation & Beratungsgesellschaft) den Teilnehmern einen Überblick über das komplexe und komplizierte Umwelt- und Genehmigungsrecht für Schrottplätze.

Im Rahmen eines gemeinsamen Abendessens und dem Ausklang des Abends in der Hotelbar wurden neue Netzwerke geknüpft  bzw. schon bestehende vertieft.

Der zweite Tag des Lehrgangs galt der praktischen Ausbildung. Morgens erhielten die Teilnehmer die Möglichkeit der Besichtigung des Stahlwerks Benteler Stahlrohr GmbH in Lingen.

04 09 Schrottseminar 2Nach einer detaillierten Einführung ins Produktprogramm des Unternehmens folgte die Führung, die auf dem werkseigenen Schrottplatz begann und über die Ofenhalle führte.

Dort konnten die Teilnehmer die Beschickung des Elektroofens mit Schrott sowie einen Abstich recht dicht am Geschehen verfolgen. Interessant zu sehen waren die Aufbereitung des Stahls im Pfannenofen sowie die Beschickung der Stranggießanlage über einen Pfannendrehturm. Mit der Kennzeichnung und Abkühlung der Knüppel oder gegebenenfalls auch Brammen im Kühlbett endete die informative Führung.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es weiter zur Firma Emsschrott in Meppen. Auch dort durfte der Schrottplatz besichtigt werden und eröffnete den Teilnehmern die Möglichkeit, ihr am Vortrag erworbenes theoretisches Wissen umzusetzen. Mithilfe der praktischen Erlebniserfahrung vor Ort konnten die Kenntnisse zu Schrottsorten, Schrottaufbereitung und dem reibungslosen Ablauf der Anlieferung, Verarbeitung und des Abtransports noch einmal intensiviert werden.

Aufgrund des regen Interesses an dem Seminar sind weitere Veranstaltungen im entsprechenden Format geplant.

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