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Türkischer Schrottaußenhandel im September 2018 rückläufig

Im September importierten türkische Stahlwerke lediglich 1,2 Mio. Tonnen Schrott aus Drittländern.

Das waren 39 Prozent bzw. knapp 790.000 Tonnen weniger als im September 2017. Es war auch die niedrigste Monatsmenge, die in diesem Jahr gekauft worden ist. Aus der EU importierten die türkischen Verbraucher lediglich 715.000 Tonnen Schrott, während es noch im August 2018 1,16 Mio. Tonnen waren.

Betrachtet man allerdings den Zeitraum Januar bis September 2018 ergibt sich ein anderes Bild (vgl. hierzu die Grafik oben). Mit knapp 9,6 Mio. Tonnen Schrott war die EU der wichtigste ausländische Versorger der türkischen Stahlwerke. Bei einem Importvolumen von knapp 16 Mio. Tonnen erreichten die Einfuhren das höchste Niveau seit 2010. Die Menge konnte gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres um 5,8 Prozent gesteigert werden. Die Rohstahlproduktion ist dagegen nur um 0,9 Pro-zent von 27,7 Mio. Tonnen auf 28,0 Mio. Tonnen gestiegen.

Geschuldet war der höhere Schrottimport der Tatsache, dass das Inlandsschrottaufkommen von 7,4 Mio. Tonnen im vergangenen Jahr auf 7,1 Mio. Tonnen in diesem Jahr im vorgenannten Zeitraum gesunken ist und die Einfuhrmenge an Eisenschwamm von 627.000 Tonnen im vergangenen Jahr um 71 Prozent auf 180.000 Tonnen in diesem Jahr gefallen ist. Probleme gab es mit den Lieferländern Libyen und Venezuela, wodurch die Stahlwerke auf den Schrott zurückgreifen mussten.

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