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Aurubis will Profil als Anbieter von Nichteisenmetallen schärfen

Auf der diesjährigen Hauptversammlung der Aurubis AG stellte der Vorstandsvorsitzende Jürgen Schachler die neue Unternehmensvision vor. Bis 2025 will das Unternehmen sein Profil als Anbieter verschiedener Nichteisenmetalle schärfen und ausbauen. Die Hauptversammlung stimmte dem Dividendenvorschlag von 1,25 € je Aktie zu.

„Kupfer ist immer unsere Kernkompetenz gewesen und es bleibt ein ganz zentrales Metall des Aurubis-Konzerns“, sagte Jürgen Schachler in seiner Rede. „Aber wir können mehr: Gold und Silber, Nickel, Selen und andere Metalle sind schon lang fester Bestandteil unseres Portfolios. Wir gehen den noch konsequenteren Weg vom Kupfer- zum Multimetall-Produzenten und werden uns dazu breiter aufstellen.“  

Zur Erreichung dieser Vision will Aurubis intern und extern wachsen: „Das kann die Erweiterung bestehender Kapazitäten beinhalten, aber auch Akquisitionen, wenn sie inhaltlich und geographisch Sinn machen und zu uns passen“, so Schachler weiter.  

Die Vision 2025 der Aurubis AG ist in drei prägnanten Sätzen zusammengefasst: Passion for Metallurgy. Metals for Progress. Together with you. Diese Sätze, so Schachler, seien das Alleinstellungsmerkmal von Aurubis: „Wenn Sie 2025 diese drei Kernaussagen im Zusammenhang hören, dann sollen Sie dabei an Aurubis denken. Da spüre ich Leidenschaft für die Metallurgie und Metalle. Metalle, die Fortschritt ermöglichen. Von einem Unternehmen, das nah dran ist an seinen Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten sowie den Ländern und Gesellschaften, in denen es arbeitet.“  

Um das in der Vision formulierte Ziel zu erreichen, hat Aurubis ein Transformationsprogramm unter dem Titel „ONE Aurubis“ auf den Weg gebracht. Es umfasst eine Vielzahl von Teilprojekten, die sich im Schwerpunkt mit der Weiterentwicklung und Anpassung der Strategie, mit der Organisationsstruktur, mit Prozessverbesserungen, der Mitarbeiterentwicklung sowie der Unternehmenskultur und der Kommunikation beschäftigen werden. Dabei sollen diese Maßnahmen schon mittelfristig die Ertragskraft des Unternehmens stärken: „Auf Basis heutiger Rahmenbedingungen wollen wir unser EBITDA bis zum Ende des Geschäftsjahres 2019/20 durch interne Optimierungsmaßnahmen von mehr als 200 Mio. € verbessern“, formulierte Jürgen Schachler als konkretes Ziel.  

Erwartetes Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr
In seiner Rede schaute der Vorstandsvorsitzende auch auf das abgelaufene Geschäftsjahr 2015/16 zurück. Das operative Ergebnis vor Steuern (EBT) lag zwar mit 213 Mio. € deutlich unter dem des Rekord-Vorjahres von 343 Mio. €, war aber so vom Unternehmen prognostiziert worden und entsprach auch den Markterwartungen. 

Der Aktienkurs entwickelte sich im Geschäftsjahr 2015/16 entsprechend der Ergebnisse und dem schwächeren Rohstoffsektor im Allgemeinen. Der Schlusskurs am 30. September 2016 betrug 49,88 €. Der Aktienkurs erholte sich im Verlauf des neuen Geschäftsjahrs und lag am Ende des ersten Quartals bereits wieder bei 54,80 €. Am Vorabend der Jahreshauptversammlung stand der Schlusskurs bei  55,85 €.

Beeinflusst wurde das EBT 2015/16 wesentlich durch einen geplanten Wartungsstillstand im bulgarischen Standort Pirdop. Dieser wurde in nur 54 Tagen durchgeführt und blieb im vorgesehenen Budgetrahmen von 44 Mio. €. Ein weiterer, wichtiger Erfolg: Während der gesamten Arbeiten im Stillstand war nicht ein einziger Unfall zu beklagen. „Gut gemacht!“, rief Jürgen Schachler in seiner Rede den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Bulgarien zu. 

Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (Return on Capital Employed – ROCE) ist neben dem operativen EBT eine weitere wichtige Konzernsteuerungsgröße. Sie lag im Geschäftsjahr 2015/16 bei 10,9% und damit unter der Konzernzielgröße von 15%.

Jürgen Schachler verwies in diesem Zusammenhang auf die robuste finanzielle Verfassung des Unternehmens: „Wir haben zwar ein Ergebnis unter Vorjahr erzielt, aber erfreulicherweise haben wir außer beim ROCE alle unseren gesteckten Ziele erreicht. Unsere Schuldendeckungskennzahl lag mit 0,1 auf Vorjahresniveau. Der Konzern ist nahezu schuldenfrei.“

Prognose fürs neue Geschäftsjahr bestätigt

Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres erzielte der Konzern ein operatives Ergebnis vor Steuern von 18 Mio. €. Das Ergebnis war beeinflusst durch negative Bewertungseffekte in den Vorräten, hervorgerufen durch erheblich angestiegene Metallpreise. Dieser Effekt werde sich aber im Laufe des Geschäftsjahres wieder ausgleichen, erklärte Schachler. Auch ein geplanter und gesetzlicher vorgeschriebener Wartungsstillstand des Abhitzekessels in Hamburg belastete das operative Ergebnis. „Ohne diese beiden Effekte hätten wir 1. Quartal mit rund 60 Mio. € ein sehr gutes Ergebnis erwirtschaftet!“ resümierte der Vorstandsvorsitzende. 

Infolgedessen  bestätigte Jürgen Schachler noch einmal die Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr: „Wir erwarten ein gegenüber dem Vorjahr deutlich, also mit mehr als zehn Prozent, steigendes Ergebnis vor Steuern und eine zwischen einem und fünf Prozentpunkten steigende Rendite auf das eingesetzte Kapital.“ 

Die Hauptversammlung nahm den Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand an, eine Dividende von 1,25 € pro Aktie (Vorjahr 1,35 €) an die Anteilseigner auszu-schütten. Die Dividendenrendite liegt bei 2,5 % zum Geschäftsjahresschlusskurs. Die Hauptversammlung stimmte auch allen anderen zur Abstimmung vorgelegten Anträgen mit großer Mehrheit zu. Auf der diesjährigen Hauptversammlung waren rund 59,76 % des stimmberechtigten Grundkapitals anwesend.

Quelle: www.aurubis.com

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