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E-Schrott: Saubermacher mit neuer Aufbereitungsanlage

Sortiert, zerkleinert, getrennt und als sortenreine Rohstoffe zurück in den Kreislauf. Diesen Weg gehen Elektroaltgeräte (EAG) mit Saubermacher. Der Umweltpionier weiht am 12. September 2016 in St. Michael seine neue EAG-Aufbereitungsanlage ein.

Die Anlage, die ganz bewusst die bestehende Infrastruktur am obersteirischen Verkehrsknotenpunkt nutzt, ermöglicht die umfassende Rückgewinnung verschiedener Sekundärrohstoffe aus jährlich bis zu 20.000 to gebrauchter oder kaputter Elektrokleingeräte wie Handys, Toaster & Co.  

Partnerschaft mit regionalem Mehrwert. Die Anlage wurde in einer angemieteten Halle des obersteirischen Entsorgungsunternehmens Anton Mayer errichtet. Darüber hinaus wurden zusätzliche Lagerboxen für die Vorbehandlung bzw. Vorsortierung, z. B. Lithium-Ionenbatterien, am Saubermacher-Standort in Premstätten gebaut. Die gute logistische Anbindung in St. Michael und die vorhandene leerstehende Halle veranlassten Saubermacher zur Kooperation. „Die Nutzung der bestehenden Infrastruktur macht vor allem aufgrund der volatilen Marktbedingungen Sinn“, erläutert Gerhard Zie-henberger, Technik-Vorstand bei Saubermacher, wie wichtig die Nutzung von Synergien mittlerweile in der Abfallwirtschaft ist, selbst wenn Saubermacher zu den Top 3 Anlagenbetreibern in Österreich zählt. „Auch die regionale Wertschöpfung ist uns wichtig. Wir haben steirische Betriebe mit Teilen der Anlagenerrichtung betraut und schaffen in St. Michael zusätzlich 5 Jobs“, so Ziehenberger weiter. „Saubermacher und Anton Mayer verbindet schon seit langem eine gute Partnerschaft. Die jüngste Kooperation bringt Vorteile für beide Unternehmen“, zeigt sich auch Andreas Säumel, Geschäftsführer der Anton Mayer GmbH, über die Synergienutzung erfreut. Das Investitionsvolumen beträgt über 1 MEUR. Saubermacher trägt das Invest allein. Für die Betriebsführung wurde eine gemeinsame Gesellschaft gegründet.  

Flexible Technik für EAG-Rohstofflager. Der besondere Vorteil der Anlage liegt in ihrer technischen Flexibilität. Der Produktionsablauf kann individuell an die anfallenden Materialströme, z. B. gibt es eine eigene Handyausschleusung, angepasst werden. Dies ist besonders wichtig, da sich die Zusammensetzung der Elektrokleingeräte laufend ändert. Aus den verschiedenen Geräten können wertvolle Sekundärrohstoffe wie etwa Eisen, Zink, Kupfer oder Kunststoffe gewonnen werden. Dazu sind jeweils rund 10 bis 15 Behandlungsschritte erforderlich. Im Durchschnitt werden etwa 85% des Inputmaterials stofflich und etwa 10% thermisch verwertet. Die Sekundärrohstoffe werden vor allem im Kunststoffrecycling und in Hütten eingesetzt. Schadstoffhaltige Bauteile, wie Kondensatoren oder Batterien, werden entfernt und ordnungsgemäß entsorgt bzw. über spezielle Verfahren recycelt.  

Eröffnungsfeier um Kunden und Partnern zu danken. Zwar gibt es immer mehr elektronische Geräte, besonders Kleingeräte, doch der Markt bleibt aufgrund des steigenden Wettbewerbs bei gleich-zeitig sinkenden Rohstoffpreisen und sich stetig verändernden Materialströmen herausfordernd. Dennoch ließ es sich Saubermacher nicht nehmen, mit zahlreich geladenen Gästen aus Politik, u. a. Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann und Umweltlandesrat Johann Seitinger, Vertretern von Kommunen und Verbänden, der Wirtschaft und Wissenschaft, die Aufbereitungsanlage feierlich zu eröffnen. „Wir verdanken die neue Anlage, die übrigens die einzige EAG-Anlage im Alpe-Adria-Raum ist, die alle Gerätekategorien verwerten kann, nicht zuletzt auch unseren Kunden, die uns ein gewisses Grundausmaß an Investitionssicherheit geben“, bedankt sich Hans Roth, Saubermacher Eigentümer, bei den zahlreich erschienen Partnern für das langjährige Vertrauen. „Mein Dank gilt auch allen MitarbeiterInnen, die bei dem Projekt mitgewirkt haben und natürlich ganz besonders auch Familie Säumel. Durch den Anlagenverbund wird wirtschaftlich sinnvolles Recycling möglich und wir leisten gemäß unserer Unternehmensphilosophie einen wichtigen Beitrag zu einer lebenswerten Umwelt“, so Hans Roth weiter. 

Alleinstellungsmerkmal beibehalten. In Österreich fallen pro Jahr durchschnittlich 30.000 to Kleingeräte an. Saubermacher bereitet derzeit rund ein Fünftel davon in St. Michael auf. Als Grundlage für den Produktionsablauf diente das Schema des E-Cyclingparks in Premstätten, der 2014 durch einen Brand völlig zerstört wurde. Das weitere Know-how für die einzelnen Aufbereitungsschritte stammt von Saubermacher selbst. Zudem hat der Umweltpionier als einziges Unternehmen in Österreich mit allen Sammel- und Verwertungssystemen Verträge für die Sammlung und Verwertung von Elektroaltgeräten und ist der einzige Betrieb, der für alle EAG-Materialströme entsprechende Verwertungsanlagen in Österreich hat.  

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