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Lightcycle Rohstoffwochen touren 2016 im dritten Jahr durch Deutschlands Klassenzimmer

Wir leben in konsumorientierten Zeiten. Wir kaufen viel, verbrauchen viel und werfen eine Menge weg. Der folgenschwere Effekt: Rohstoffe werden knapp. Dabei wäre es einfach, aus den vermeintlich nutzlosen Abfällen wieder wertvolle Sekundärrohstoffe zu gewinnen. Ziel der mobilen Bildungsinitiative Lightcycle Rohstoffwochen ist es, die Schätze, die zum Beispiel in alten Handys, Laptops oder Elektrokleingeräten verborgen sind und in Schubladen, Kellern oder im Hausmüll schlummern, zu bewahren und zu verwerten. Die bundesweite Bildungsinitiative wendet sich vor allem an Jugendliche aller Schularten der Sekundarstufe. Sie besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Lernbausteinen, die das neu erworbene Wissen nachhaltig verankern sollen. Die Lightcycle Rohstoffwochen stehen unter der Schirmherrschaft der Bayerischen Staatministerin für Umwelt und Verbraucherschutz, Ulrike Scharf und werden unterstützt vom Umweltbundesamt.

„Ressourcenschutz, Recycling und Kreislaufwirtschaft, was hat das mit mir zu tun und wie wirkt sich mein Konsumverhalten global aus?“ Diesen Fragen widmet sich die ‚Germanwatch Rohstoffexpedition‘. Die Unterrichtseinheit steht im Mittelpunkt der Initiative und wurde 2013/2014 als UN-Welt-Dekade-Projekt ‚Bildung für nachhaltige Entwicklung‘ ausgezeichnet. 2015 ist sie zudem vom Rat für Nachhaltige Entwicklung, einem Beratungsgremium der Alles klar? Globale Zusammenhänge verstehen, eigenes Konsumverhalten überprüfen: Mit der Germanwatch Rohstoffexpedition werden Handlungsoptionen begreifbar.

Erfahrene Umweltpädagogen gehen direkt im Klassenzimmer mit den Jugendlichen auf eine spannende weltweite Spurensuche nach Rohstoffen. Faszinierende Livesatellitenbilder machen im Vergleich mit Archivaufnahmen und Grafiken die globalen ökologischen und sozialen Folgen von Rohstoffabbau, -transport, -verarbeitung, -nutzung und -entsorgung sichtbar. Im Dialog mit den Naturwissenschaftlern von ‚Geoscopia Umweltbildung‘ erleben und erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler den Zusammenhang zwischen unserem Lebensstil und den Folgen des wachsenden Hungers nach Rohstoffen.

Gemeinsam erarbeiten sie Handlungsoptionen, wie sie aktiv im privaten und schulischen Umfeld ihren sozialen und ökologischen Fußabdruck verringern können. Re-think, Re-fuse, Re-duce, Re-use, Re-form, Re-act, Re-pair, Re-cycle lautet die Botschaft.

Das Angebot ist fächerübergreifend und lässt sich hervorragend mit vielen, in den Bildungsplänen vorgesehenen naturwissenschaftlichen, politischen oder wirtschaftlichen Bildungsthemen verknüpfen. Teilnehmen können die Jahrgangsstufen 5 – 12 aller Schularten.

Zur optimalen Vorbereitung erhalten Lehrkräfte eine Vorbereitungsmappe mit Arbeitsblättern, Filmen und Literaturtipps. So kann das Thema Rohstoffe auch nachhaltig im schulischen Alltag verankert werden. Vielfach sind die kommunalen Entsorger vor Ort Partner der Rohstoffwochen und bieten zur Vertiefung des Unterrichts abschließend eine Führung mit Fachpersonal beim örtlichen Wertstoffhof an.

2015 waren die Lightcycle Rohstoffwochen in 28 Städten an über 150 Schulen unterwegs und begeisterten weit mehr als 4000 Jugendliche und Pädagogen. Die Resonanz der Lehrkräfte auf das Konzept ist sehr positiv. Gelobt werden vor allem die eindrücklichen Bilder, die hervorragende Verknüpfung der Thematik mit der Lebenswelt der Jugendlichen und den daraus resultierenden spannenden Diskussionen mit den Umweltpädagogen. So entstanden aus einzelnen Lightcycle Rohstoffwochen sogar Praxis-Seminare und weiterführende Projekte wie Handysammelaktionen.

Initiiert und gefördert wird die bundesweite Bildungsinitiative von der nicht gewinnorientierten Lightcycle Retourlogistik & Service GmbH, dem bundesweiten Rücknahmesystem für Altlampen und Leuchten. „Vor allem jungen Menschen möchten wir begreifbar machen, welche Schätze in ausgedienten Elektrogeräten schlummern und wie entscheidend ihr eigenes Konsumverhalten die Zukunft unserer Erde prägt.“, so Stephan Riemann, Geschäftsführer von Lightcycle.

Durchgeführt wird die Bildungsinitiative vom i!bk Institut für innovative Bildungskonzepte aus München. Das i!bk initiiert, konzeptioniert und organisiert erlebnis- und handlungsorientierte Unterrichtsmodule und Bildungsveranstaltungen nach dem Prinzip „Begeistern statt Belehren“. Als Schnittstelle für Akteure aus Bildung, Politik und Wirtschaft vernetzt das i!bk die passenden Partner und setzt die Konzepte gemeinsam erfolgreich in die Tat um.

Mehr Informationen und aktuelle Termine unter www.lightcycle.de/aktionen/rohstoffwochen

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