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GRAF-Geschäftsführer Otto P. Graf, die Mitglieder des Projektteams des Umweltbundesamtes Dr. Franziska Krüger, Mareike Aulich, Manuela Hammer, GRAF-Rohstoffmanager Dr. Dirk Textor Bild: Otto Graf GmbH

Umweltbundesamt zu Besuch bei GRAF

Großes Lob für das Nachhaltigkeitskonzept im Kompetenzzentrum Rohstoffe Herbolzheim

Gut anderthalb Jahre nach der Eröffnung des GRAF Kompetenzzentrum Rohstoffe hat das Umweltbundesamt gemeinsam mit Vertretern der KfW Bankengruppe dem hochmodernen Standort in Herbolzheim einen Besuch abgestattet. „Das Beispiel der Firma GRAF zeigt, wie wichtig es ist, dass das Design von Kunststoffprodukten aus Recyclingmaterial und der Recyclingprozess zur Erzeugung der hierfür erforderlichen Rezyklate zusammen gedacht werden“, sagte Dr. Franziska Krüger, Fachbegleiterin im Umweltbundesamt, bei einer Führung durch die Kunststoff-Recycling-Anlage mit Geschäftsführer und Inhaber Otto P. Graf und Jörg Drägert, Leiter Rohstoffmanagement. „Kreislaufwirtschaft funktioniert dann am besten, wenn die Inputmaterialien und deren Aufbereitung auf die für das Endprodukt notwendigen Materialeigenschaften zugeschnitten werden.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist dabei eine möglichst gleichbleibende Qualität der Rezyklate. Dies erreicht GRAF mit einem Aufbereitungsverfahren, das einen starken Fokus auf eine kontinuierliche Homogenisierung der Materialien setzt.“ Das Amt hatte den insgesamt 35 Millionen teuren Standort aufgrund seines Nachhaltigkeitskonzepts im Rahmen des Umweltinnovationsprogramms gefördert. Dabei werden neuartige Technologien und Produktionsanlagen mit Vorbildcharakter unterstützt.

Die GRAF-Besucher, die das Konzept bisher nur vom Papier kannten, waren bei ihrem Rundgang sichtlich angetan. Das auf Initiative von Jörg Drägert entwickelte System macht es möglich, mehr Klassen von Kunststoffen zu trennen als bisher und die Kunststoffe so im Kreislauf zu halten. Durch die Aufbereitung und Wiederverwertung dieser Kunststoffe, die bisher nur noch als sogenannter Ersatzbrennstoff in der Müllverbrennung verwertet werden konnten, werden an dem innovativen Standort jährlich rund 100.000 Tonnen CO2 eingespart – das entspricht in etwa dem Ausstoß von 60.000 Autos im gleichen Zeitraum. Das Material, zumeist weggeworfene Verpackungen aus ganz normalem Haushaltsmüll, wird in einem von GRAF entwickelten Prozess zu hochwertigem Kunststoffgranulat aufbereitet, aus dem an weiteren Firmenstandorten – am Hauptsitz im nahen Teningen sowie im elsässischen Dachstein – wiederum langlebige Umweltprodukte rund um das Thema Regenwassernutzung entstehen. In diesem Bereich sind die Badener Marktführer.

Doch das sei in Herbolzheim noch längst nicht alles in puncto Nachhaltigkeit, wie Graf und Drägert ihren Gästen anschaulich erklärten. Einige Produkte der Umwelt-Spezialisten kommen nämlich selbstverständlich auch am eigenen Standort zum Einsatz. So werden etwa auf dem gesamten Firmengelände alle Möglichkeiten genutzt, um Regenwasser zu sammeln und zu nutzen. Das Wasser aus einem 52.000-Liter-Tank dient etwa als Prozess- und Kühlwasser, aber auch zur Spülung der Toiletten und zur Reinigung der Arbeitskleidung. Weitere 187.000 Liter Regenwasser werden als Löschwasser bevorratet. Und auch alle weiteren Möglichkeiten für ein maximal nachhaltiges Energiekonzept wurden umsetzt. So wird unter anderem das Gebäude vollständig mit der Abwärme der Produktionsanlagen geheizt.

„Mehr Nachhaltigkeit wie hier geht fast nicht“, sagte Otto P. Graf stolz. Und damit folge der Standort mit seinem innovativen Kunststoff-Recycling auch dem Leitgedanken des gesamten Unternehmens. „Die ganze Welt hat gerade damit begonnen, Lösungen gegen den fortschreitenden Klimawandel zu finden“, so der Unternehmer. Bei GRAF mache man seit Jahrzehnten nichts anderes. „Wir sind sehr glücklich damit, immer wieder neue Innovationen wie diese hier auszutüfteln und damit auch als Vorreiter andere zu mehr nachhaltigem Wirtschaften zu motivieren.“

Quelle und w2eitere  Informationen  über  die  Otto  Graf  GmbH  finden  Sie hier: graf.info/unternehmensprofil


 

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