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Verbraucherumfrage: Recycling und Verpackungen weit vorn im Nachhaltigkeits-Bewusstsein

Die Mehrheit der Deutschen würde CO2-Ausstoß der online gekauften Produkte kompensieren ist ein Fazit einer aktuellen Appinio-Umfrage im Auftrag des Onlineshops Galaxus. 53 % der Befragten gaben an, auf den Anteil von recycelten Materialien sowie nachhaltige Verpackungen (53 Prozent) zu achten. 59 Prozent sehen darin auch die größte Chance, ihr Verhalten in Zukunft noch nachhaltiger zu gestalten.

Nachhaltigkeit ist vor allem in wohlhabenden Industrienationen in aller Munde und Konsumenten verlangen zunehmend umweltfreundliche Produkte, um ihren CO2-Fußabdruck möglichst gering zu halten: Laut der von Galaxus in Auftrag gegebenen Studie, sind zwei Drittel (68 Prozent) der Deutschen überzeugt, dass sie auch als Einzelperson etwas für das Klima tun können. Bei Frauen ist die Zustimmung besonders hoch – 73 Prozent teilen diese Meinung. Bei den Männern sind es 63 Prozent.

Unterschiede gibt es auch beim Alter: Bei den Baby Boomern*, also den über 55-Jährigen, glauben 70 Prozent an die Macht des Individuums, bei der Generation Z* (unter 25 Jahre) dagegen nur 63 Prozent.


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Rund 80 Prozent der Generation Z wollen ihren CO2-Fußabdruck kompensieren

Das Interesse für nachhaltigeren Konsum ist auch beim Onlineshopping angekommen: Knapp 60 Prozent der Befragten begrüßen es, wenn sie ihre Online-Einkäufe kompensieren könnten. Bei den Online-Shoppern unter 25 Jahre ist dieser Wunsch besonders stark ausgeprägt – knapp 80 Prozent hätten Interesse an einem solchen Feature.

0722 Galaxus 2Über zwei Drittel (68 Prozent) der Konsumenten sind bereit, ein bis fünf Prozent des Kaufpreises von Produkten zusätzlich für die Kompensation des CO2-Fußabdrucks zu entrichten. Diese Bereitschaft ist über alle Altersgruppen hinweg ausgewogen. Einen höheren prozentualen Anteil des Kaufpreises für den Klimaschutz zu bezahlen, trifft dagegen auf wenig Zustimmung (5–10% des Preises: 9 Prozent, 10–20% des Preises: 2 Prozent, mehr als 20% des Preises: 1 Prozent).

Konsumenten fordern Klimatransparenz

Ob ein Produkt nachhaltig ist oder nicht, zeigt unter anderem der CO2-Fußabdruck. Dieser beinhaltet die gesamten Emissionen, die im Produktlebenszyklus vom Rohstoffabbau über die Produktion bis zur Entsorgung anfallen.

Obwohl mehr als die Hälfte der Deutschen (57 Prozent) Wert darauflegen, dass Händler und Hersteller Nachhaltigkeit in ihren Geschäftsprozessen (z.B. Rohstoffe, Produktion, Lieferung) berücksichtigen, fühlt sich über die Hälfte (59 Prozent) der Konsumenten nicht ausreichend von ihnen über das Thema informiert. Über 65 Prozent der Befragten wissen zudem nicht, wo sie Informationen über den CO2-Fußabdruck von Produkten und Dienstleistungen finden. In der Altersgruppe über 55 Jahre sind es sogar noch mehr: Über 72 Prozent sind im Unklaren darüber, wo sie diese Informationen nachschauen können.


0722 Galaxus 3Energieeffizienz, Recycling und Verpackungen weit vorn im Nachhaltigkeits-Bewusstsein

Seit über 20 Jahren sind Hersteller dazu verpflichtet, die Energieeffizienz ihrer Geräte mit den Klassen G bis A+++ zu kennzeichnen. Wie die Studie zeigt, achten über 62 Prozent der Deutschen auf die Energieeffizienz von Geräten. Ebenso achtet über die Hälfte der Befragten auf den Anteil von recycelten Materialien (59 Prozent) sowie nachhaltige Verpackungen (53 Prozent). In Letzterem sehen mehr als die Hälfte der Deutschen (59 Prozent) auch die größte Chance, ihr Verhalten in Zukunft noch nachhaltiger zu gestalten.

Bei den Baby Boomern und 45- bis 54-Jährigen ist das Bewusstsein für Energieeffizienz, Recycling-Anteil und Verpackung besonders stark vorhanden – mehr als die Hälfte achtet hier auf Nachhaltigkeit (Energieeffizienz 45–54 Jahre: 72 Prozent, 55–72 Jahre: 66 Prozent; Recycling-Anteil: 45–55 Jahre: 57 Prozent, 55–72 Jahre: 70 Prozent; Verpackung 45–55 Jahre: 56 Prozent, 55–72 Jahre: 62 Prozent). 

Weitere Informationen zur Studie finden Sie >>> hier

Quelle: https://www.galaxus.de