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Gemischte Ergebnisse für Andritz-Gruppe im 1. Quartal 2020

Der internationale Technologiekonzern ANDRITZ verzeichnete im 1. Quartal 2020 eine insgesamt gemischte Geschäftsentwicklung.

Während der Auftragseingang mit gut 1,8 Milliarden Euro über dem Vorjahresvergleichsquartal lag, ging das operative Ergebnis (EBITA) trotz einer geringfügen Umsatzsteigerung zurück.

Der Auftragseingang erreichte mit 1.852,9 Millionen Euro (MEUR) ein gutes Niveau und lag um 11,7% über dem Vorjahresvergleichsquartal (Q1 2019: 1.658,1 MEUR). Dies ist im Wesentlichen auf den Geschäftsbereich Pulp & Paper zurückzuführen, der im Berichtsquartal einen Großauftrag für ein neues Zellstoffwerk in Südamerika verbuchen konnte.

Auch im Geschäftsbereich Metals stieg der Auftragseingang durch eine gute Entwicklung im Bereich Metals Forming (Schuler) an. Rückläufig war der Auftragseingang im Bereich Hydro, der mit anhaltend schwierigen Marktbedingungen konfrontiert war.

Der Auftragsstand per 31. März 2020 betrug 7.924,6 MEUR und ist damit gegenüber ultimo 2019 (31. Dezember 2019: 7.777,6 MEUR) angestiegen.

Der Umsatz lag mit 1.510,2 MEUR um 1,4% geringfügig über dem Vorjahresvergleichsquartal (Q1 2019: 1.489,2MEUR). Dies ist auf den Bereich Pulp & Paper zurückzuführen, der den Umsatz im Jahresvergleich deutlich steigern und damit den rückläufigen Umsatz in den anderen Geschäftsbereichen mehr als ausgleichen konnte.

Trotz des geringfügig erhöhten Umsatzes ging das EBITA im Jahresvergleich deutlich zurück und betrug 70,1 MEUR (-15,3% vs.Q1 2019: 82,8 MEUR).

Damit einhergehend verringerte sich auchdie Rentabilität der Gruppe (EBITA-Marge) auf 4,6% (Q12019: 5,6%).

Während der Geschäftsbereich Pulp & Paper das Ergebnis im Jahresvergleich steigern und die Rentabilität auf sehr gutem Niveau halten konnte, reduzierte sich das EBITA in den Bereichen Metals und Hydro deutlich.

Der Geschäftsbereich Metals war im Berichtszeitraum sowohl im Bereich Metals Forming als auch im Bereich Metals Processing mit sehr schwierigen Marktbedingungen konfrontiert. Insbesondere der Bereich Metals Forming (Schuler) verzeichnete bedingt durch die Krise in der internationalen Automobilindustrie und der damit verbundenen Unterauslastung einen deutlichen Ergebnisrückgang. Der zu Ende des letzten Jahres eingeleitete Kapazitätsabbau in Deutschland wird erst im Verlauf des zweiten Halbjahrs 2020 und verstärkt dann im Jahr 2021 wirksam werden.

AUSBLICKFÜR 2020: GUIDANCE BLEIBT WEITER AUSGESETZT

Aufgrund der unverändert schwierigen globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bedingt durch die Covid-19-Pandemie und der fehlenden Visibilität hinsichtlich deren weiterer Entwicklung kann aus heutiger Sicht weiterhin keine zuverlässige Aussage hinsichtlich der erwarteten Umsatz- und Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE im Jahr 2020 getroffen werden.

ANDRITZ hat als Reaktion auf die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise sofortige Anpassungsmaßnahmen eingeleitet, die sowohl auf die Erzielung kurzfristiger Kosteneinsparungen als auch eine mittelfristige Optimierung der Kostenstrukturen fokussieren.

Dr. Wolfgang Leitner, Vorstandsvorsitzender der ANDRITZ AG: „Die Visibilität hinsichtlich der Projektaktivität in den von uns bedienten Märkten ist aktuell immer noch sehr gering. Wir verfolgen die Situationgenau und werden je nach Entwicklung weitere Schritte setzen,um die finanziellen Auswirkungen so gering wie möglich zu halten und die Wettbewerbsfähigkeit von ANDRITZ sicherstellen zu können.“

Weitere Informationen und Finanzkennzahlen finden Sie unter: www.andritz.com

 

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