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„Wir wissen immer, wo unsere Behälter sind!“

Cederbaum verfügt über einen reichhaltigen Containerbestand von mehreren tausend Behältern. Hinzu kommt, dass es sich hierbei nicht nur um einen oder wenige Container-Typen handelt, sondern um mehr als 100 verschiedene.

02 Cederbaum 01Burkhard Stein, Kaufmännischer Leiter, freut sich über das optimierte Containersystem von Cederbaum. Alle Fotos: Cederbaum. Der Kaufmännische Leiter Burkhard Stein erläutert: „Es ist eine anspruchsvolle Aufgabe, den Überblick über den Bestand und die Standorte der unterschiedlichen Behälter zu bewahren.“

In der Vergangenheit seien Container manchmal sogar einfach „verschwunden“. Der Entsorgungsdienstleister hat deshalb vor einiger Zeit im Rahmen seiner REFA-Mitgliedschaft sein Container- und Logistiksystem digitalisiert und nach Prinzipien verbessert, die sich auch in der REFA-Lehre finden.

Stein: „Wir mussten viel Zeit dafür aufwenden, den Standort des jeweiligen Containers zu ermitteln.“ Die Zeitverschwendung endete nicht auf dem eigenen Hof, sondern erstreckte sich auch auf die vielen Kunden des Entsorgungsdienstleisters. „Unser Ziel war, stets einen genauen Überblick über die Standorte der Behälter zu bekommen. Wir wollten die Zeit bei der Containeraufnahme und -verfolgung sparen.“

Eine digitalisierte Lösung musste her

Die Verantwortlichen bei Cederbaum waren sich einig: Das Ziel, alle Container in Echtzeit zu überwachen, konnte nur mit einer digitalisierten Lösung erreicht werden. Sie beschafften also ein Telematiksystem, um die Fahraufträge für die einzelnen Lkw effizient zu verwalten und steuern.

„Darüber hinaus können wir damit in Echtzeit die Behälterstandorte durch Funkmeldungen von der Telematik an unser ERP System übertragen“, sagt Stein. Hierzu sei es notwendig gewesen, alle Behälter zu inventarisieren und mit Barcodes zu versehen. „Die Codes müssen von den Fahrern über das Telematiksystem eingescannt werden. Außerdem haben wir passende Schnittstellen für die Software geschaffen“, erläutert der CFO.

Erst strukturieren, dann digitalisieren

Dass eine so umfangreiche Digitalisierungsmaßnahme nur auf Basis geordneter Strukturen und Abläufe funktionieren kann, bestätigt Stein. Und da komme so weit wie möglich die REFA-Lehre ins Spiel.

„Das Regelwerk wurde vornehmlich für produzierende Gewerbe entwickelt. Bei uns als Entsorgungs-Dienstleister sind manche Bedingungen anders als in der Herstellung.“ Dennoch seien REFA-Erkenntnisse in die Umsetzung des Vorhabens eingeflossen. Als Beispiele nennt er Zeitaufnahmen und Ablaufanalysen.

02 Cederbaum 04So sieht der Lagerplatz heute aus – geordnet und mit einer neu angelegten Straße. Der Cederbaum-Finanzchef weist nach draußen auf den Hof. „Darüber hinaus haben wir unseren Containerlagerplatz neu strukturiert. Wir bauten eine neue Lkw-Fahrstraße und schufen Bereiche für einzelne Containertypen.“ 

Auch seien Werkstattplätze für die Behälter festgelegt worden, die einer Reparatur oder Sicherheitsüberprüfung bedürfen. „Der Fahrer kann Reparatur- und Überprüfungs-Hinweise mittels Telematik an das ERP System übertragen. So ist die Werkstatt immer genauestens darüber informiert, welche Behälter instandgesetzt werden müssen.“

Analoge und digitale Prozesse laufen aufeinander abgestimmt

Das Ergebnis dieser Umstrukturierung lasse sich sehen, betont Stein. „Die Behälter sind damit auch in Echtzeit räumlich von den einsetzbaren Containern getrennt. Darüber hinaus werden sie in der EDV durch das Buchen auf ein Sperrlager gekennzeichnet.“ Diese Vorgehensweise helfe, den Fahrern durch klare Strukturen Zeit bei der Aufnahme der Behälter zu sparen. „Und das ist dann wieder ganz in Sinne der REFA-Lehre.“

Die Zahlen zeigen: Die Maßnahme hat sich gelohnt!

Stein fasst die wichtigsten Ergebnisse des erneuerten Container-Managementsystems zusammen: „Wir haben nun einen genauen Überblick in unseren IT Systemen, wo sich welcher Container befindet.“ Er nennt ein paar Zahlen: „Im Schnitt konnten wir die Zeit für die Aufnahme eines Behälters bei uns auf dem Platz um die Hälfte reduzieren. Bei gut 30 eigenen Fahrzeugen, die täglich zusammen mehrere Hundert Behälter bewegen, kommen hier schnell acht bis zehn Stunden Zeitersparnis pro Tag zusammen.“

Über die Cederbaum Gruppe

Seit 1904 ist das Braunschweiger Traditionsunternehmen Cederbaum im Rohstoffhandel aktiv. Führungs- und Fachkräfte verfügen über einen umfangreichen Erfahrungsschatz in Stoffstrom-Kreisläufen. Dieser wird in die Entsorgung, Lagerhaltung und das Recycling von Wertstoffen eingebracht. Persönliche Ansprechpartner erarbeiten individuelle Lösungen für die Kunden. Diese können sich neben dem persönlichen Kontakt auf der Website in einen separaten Service-Bereich einloggen. Derzeit sind ca. 120 Mitarbeiter in der Cederbaum Gruppe beschäftigt.

 
CEDERBAUM CONTAINER GMBH
Hannoversche Straße 65
D - 38116 Braunschweig
www.cederbaum.de

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