Der bvse informiert den Mittelstand über Abfall, Sekundärrohstoffe, Recycling und Entsorgung.

Menu
Sie sind hier:

BGHM gibt 10 Kommunikations-Tipps für Sicherheitsbeauftragte

Als Kollegen unter Kollegen sorgen Sicherheitsbeauftragte in Unternehmen durch ihr freiwilliges Engagement dafür, Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zu verbessern. Aber wie weist man seine Kollegin oder seinen Kollegen am besten auf ihr sicherheits- oder gesundheitswidriges Verhalten hin, wenn man ehrenamtlich tätig ist, keine Weisungsbefugnis hat oder innerhalb der Belegschaft nicht als „Besserwisser“ dastehen möchte?

Gerhard Kuntzemann von der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) gibt Tipps, damit Ihre Botschaften auch ankommen.

Wege zum konstruktiven Gespräch

Für Sicherheitsbeauftragte stellen Gespräche das wichtigste Handwerkszeug dar. „Doch unangenehme Dinge anzusprechen und dabei dann auch noch den sprichwörtlich richtigen Ton zu treffen ist gar nicht mal so einfach“, weiß Gerhard Kuntzemann, bei der BGHM zuständig für Sicherheitsbeauftragte. Zwar sollen Probleme klar und deutlich benannt werden, andererseits will man sein Gegenüber auch nicht verprellen. Neben dem Tonfall tragen auch vorwurfsvolle Formulierungen oder die Körpersprache zu Missverständnissen bei oder führen zu Ablehnung beim Gesprächspartner. „Zeigen Sie daher Ihrem Gegenüber Ihre Wertschätzung, indem Sie beispielsweise die geleistete Arbeit anerkennen. Wenn Sie ein schwieriges Gespräch mit einer positiven Botschaft beginnen, fruchten Hinweise und Ratschläge zur Einhaltung der Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit umso besser“, rät Gerhard Kuntzemann. „Probieren Sie unsere zehn Tipps für eine erfolgreiche Gesprächsführung aus – Sie werden überrascht sein.“

Zehn Punkte für eine erfolgreiche Gesprächsführung:

    •    Um welche Themen geht es? Was erwarte ich konkret?
    •    Welche Beobachtungen habe ich gemacht, welche Argumente kann ich anbringen?
    •    Wählen Sie einen positiven Gesprächseinstieg (zum Beispiel bisherige Erfolge).
    •    Legen Sie den Gesprächsanlass sachlich dar.
    •     Stellen Sie sich Ihre Sichtweisen und Ziele gegenseitig dar (zum Beispiel mit Ich-Botschaften).
    •     Regen Sie Ihr Gegenüber durch offene W-Fragen (Wie, Was, Wieso, Wodurch?) zum Nachdenken an.
          Zum Beispiel: Was können wir Ihrer Meinung nach an unseren Arbeitsabläufen verbessern?
    •     Hören Sie aktiv zu. Wenden Sie sich während des Gesprächs nicht ab, schenken Sie ihrem Gegenüber Aufmerksamkeit und wiederholen Sie wichtige Kernaussagen, um zu verdeutlichen – ich habe Ihnen zugehört und Sie verstanden.
    •     Holen Sie Lösungsvorschläge vom Gesprächspartner ein und bieten Sie Unterstützung an.
    •     Treffen Sie am Ende des Gesprächs konkrete Vereinbarungen nach dem SMART-Schema:
               – Spezifisch (konkrete Veränderung festhalten)
               – Messbar (erkennbare Erfolge)
               – Akzeptiert (von den Gesprächspartnern)
               – Realistisch (umsetzbar)
               – Terminiert (Wann überprüfen wir gemeinsam unsere Vereinbarungen?)
    •     Halten Sie die Vereinbarungen am besten schriftlich fest, überprüfen Sie die weitere Entwicklung und loben Sie Erfolge, wenn sich diese eingestellt haben.

Kommunikation – aber sicher!

Wer mehr über gute Kommunikation wissen möchte, findet vertiefende Informationen im BGHM-Ideengeber – dem praktischen Ordner im DIN-A5-Format mit Informationen rund um die Kampagne "kommmitmensch". Der Ideengeber richtet sich an Unternehmensverantwortliche von Mitgliedsbetrieben mit fünf bis 50 Beschäftigten und steht inklusive der Kalenderblätter für das Jahr 2019 im BGHM-Onlineshop als Download oder zum Bestellen zur Verfügung.

Sicherheitsbeauftragte

Sicherheitsbeauftragte sind Beschäftigte, die den Unternehmer oder die Unternehmerin durch freiwilliges Engagement bei der Verbesserung des Arbeitsschutzes unterstützen. Sie sorgen dafür, dass Schutzvorrichtungen und -ausrüstungen benutzt werden und weisen ihre Kolleginnen und Kollegen auf sicherheits- oder gesundheitswidriges Verhalten hin. Sie geben Hinweise und Empfehlungen zur sicheren Gestaltung von Arbeitsabläufen und -bereichen, beobachten die betrieblichen Abläufe in ihrer Umgebung und stellen potenzielle Gefahren fest. Wie viele Sicherheitsbeauftragte im Unternehmen erforderlich sind, hängt von ihrer räumlichen, zeitlichen und fachlichen Nähe zu den Beschäftigten sowie von der Zahl der Beschäftigten und der betrieblichen Gefährdungssituation ab. Weitere Informationen: www.bghm.de  , Webcode 611.

Quelle: BGHM

 

Icon Mitglieder Mitglied werden Presse top

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok