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RDRWind e.V.: Gegründet von zehn Unternehmen aus der Windbranche. Vereinsvorsitzender ist Martin Westbomke vom IPH. Bildquelle: IPH

RDRWind - Neuer Verein zur Demontage von Windkraftanlagen

Ein neu gegründeter Verein möchte erstmals Standards für die Demontage von Windkraftanlagen entwickeln. Nach drei Jahren Zusammenarbeit im IPH-Forschungsprojekt „DemoNetXXL" haben zehn Unternehmen, darunter die Hagedorn GmbH und Veolia Umweltservice West, gemeinsam die Industrievereinigung Repowering, Demontage und Recycling von Windenergieanlagen (RDRWind e.V.) gegründet.

Der Rückbau von XXL-Produkten wird aufgrund des anstehenden Wegfalls der EEG-Förderung vor allem für die Windenergiebranche eine große Herausforderung.

Der Verein verfolgt das Ziel, die Verbreitung neuer professioneller Anwendungen und nachhaltiger Prozesse, Standards und Normen zu fördern. Für den 30. Januar 2019 lädt die RDRWind zur Mitgliederversammlung nach Wildeshausen ein – weitere Interessierte aus Windindustrie, Demontage und Entsorgungswirtschaft sind willkommen.

Im Jahr 2021 werden auf einen Schlag rund 5.000 Windkraftanlagen in Deutschland nach 20 Jahren aus der Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fallen. Bis Ende 2025 werden noch weitere 8.000 Anlagen die Förderung verlieren. Für die Betreiber stellt sich daher die Frage, ob die Altanlagen noch modernisiert und weiterbetrieben werden können oder nicht. Wenn kein Weiterbetrieb möglich ist, müssen die Windkraftanlagen stillgelegt und demontiert werden. Die Bestandteile der Windkraftanlagen werden dabei auf ihre Wiederverwertbarkeit überprüft und gelangen ins Recycling.

Martin Westbomke, Projektingenieur am Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) gGmbH hat seit 2016 in dem DFG-Projekt „DemoNetXXL – Demontagenetzwerke für XXL-Produkte" ein Wirkmodell entwickelt, um einen zeit- und damit auch kosteneffizienten Rückbau zu ermöglichen. In den letzten drei Jahren hat sich aus diesem Forschungsprojekt ein Netzwerk aus Repowering- und Demontage-Experten gebildet, das Handlungsempfehlungen für den Rückbauprozess entwickelt hat. „Der Lebenszyklus einer Windkraftanlage umfasst eben auch Demontage und Recycling. Hier gilt es, initiativ branchenübergreifend nachhaltige Konzepte für Mensch und Umwelt zu entwickeln", erläutert Martin Westbomke.

Nach Abschluss des Forschungsprojektes haben sich am 7. Dezember 2018 zehn der beteiligten Unternehmen zur Industrievereinigung Repowering, Demontage und Recycling von Windenergieanlagen (RDRWind e.V.) zusammengeschlossen, um den branchenübergreifenden Austausch zu fördern. „Unser Ziel ist es, erstmalig verbindliche Standards für den nachhaltigen Rückbau der Windriesen zu erarbeiten", sagt Martin Westbomke, erster Vorsitzender des Vereins. Seine Stellvertreter sind Annette Nüsslein von windConsultant und Jens Monsees von der SSC Wind GmbH. Als Schriftführer haben die Mitglieder Dr. Markus Binding von der Veolia Umweltservice West GmbH gewählt. Ralf Voßhenrich von der Hagedorn GmbH verwaltet die Finanzen des Vereins.

Die RDRWind versteht sich als fokussierte Plattform für die Projektentwickler, Wartungs- und Serviceunternehmen, Demontage- und Recyclingunternehmen und Dienstleister, die in der Windenergiebranche tätig sind. Die Kreislaufwirtschaft und der Blick auf Gesundheit, Sicherheit und Umwelt in der Demontage sind Themen, die der Verein dauerhaft branchenübergreifend bearbeiten möchte. Der partnerschaftliche Austausch mit den nationalen und europäischen Partnerorganisationen der Windbranche ist dabei von besonderer Bedeutung.

Der Verein verfolgt das Ziel, 2019 das vorhandene Wissen und die praktischen Erfahrungen in Kooperation mit weiteren Verbänden und Unternehmen zu einem neuen DIN-Standard für eine nachhaltige Demontage von Windkraftanlagen zusammenzuführen.

Die neue Industrievereinigung RDRWind e.V. ist offen für interessierte Unternehmen. Am Mittwoch, den 30. Januar 2019, findet die Mitgliederversammlung des Vereins bei der SSC Wind GmbH statt. Zum öffentlichen Teil von 10 bis 12:30 Uhr sind Interessierte eingeladen. Eine Anmeldung ist unter (0511) 279 76-447 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich.

Quelle und weiter Informationen: www.iph-hannover.de

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