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Österreich will mehr Abfallentsorgung auf die Schiene bringen

Der aktuelle Entwurf der österreichischen Novelle des Abfallwirtschaftsgesetzes sieht vor, dass ab 2023 Abfälle ab 300 Kilometer zurückzulegender Distanz verpflichtend auf der Schiene transportiert werden müssen.

Geplant ist die schrittweise Verringerung der Distanzen für verpflichtende Transporte auf der Schiene ab 2023. So soll eine weitere Verringerung auf 200 km ab 2024 und 100 Kilometer ab 2025 sowie die Herabsetzung der Mengengrenze von ursprünglich 50 Tonnen auf drei Tonnen erfolgen.

Das gesamte Abfallaufkommen in Österreich betrug im Jahr 2018 rund 66 Millionen Tonnen. Viele Abfallarten würden sich durch ihre Masse, ihr Gewicht, ihre Beschaffenheit oder ihre Verladeart besonders gut für den Transport auf der Schiene eignen. Schienenaffine Abfälle, wie Aushubmaterial, Bau- und Abbruchabfälle, Haushaltsabfälle sowie Asche und Schlacken, werden aktuell zu rund 80 % auf der Straße transportiert.

„Plattform Abfalltransport“ bietet objektive Übersicht über alle Leistungen

Die Voraussetzung für die einfache und effiziente Organisation von Abfalltransporten auf der Schiene ist eine klare Übersicht über sämtliche Angebote von Seiten aller Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU), wie sie auch im vorliegenden Entwurf der Novelle beschrieben ist. Die „Plattform Abfalltransport“ wird sämtliche Angebote übersichtlich zusammenfassen und für interessierte Kunden online rund um die Uhr abfragbar sein. Bei Abfällen, bei denen die Entsorgung von der öffentlichen Hand organisiert wird, oder bei Abfällen aus Sammelzentren kommt den Gemeinden und Bundesländern und in weiterer Folge auch dem Bund eine wichtige Rolle zu.

Das Einsammeln und die Entsorgung dieser Abfälle liegt in der Verantwortung der jeweiligen Kommunen, die den Abfall entweder selbst in dafür vorgesehene Zentren sammeln oder die Abfallentsorgung an externe Unternehmen auslagern.

„Gerade hier, also im direkten Einflussbereich der öffentlichen Hand, gilt es, die gesammelten Abfälle wo immer möglich mit der Bahn abzutransportieren. Damit können Best-Practice-Beispiele geschaffen und eine Vorbildrolle für den privaten Abfall-Sektor eingenommen werden“, so Andreas Mandl, Vorsitzender des WKO- Ausschuss Schienengüterverkehr und Geschäftsführer des LTE Logistik- und Transport GmbH.

Mit Material von WKO- Ausschuss Schienengüterverkehr: https://www.schienenbahnen.at  

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