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Andritz-Gruppe veröffentlicht Finanzbericht für das 1. Halbjahr 2020

Der internationale Technologiekonzern ANDRITZ verzeichnete im 2.Quartal 2020 angesichts der sehr schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine weitgehend solide Geschäftsentwicklung.

Während der Auftragseingang – vor allem bedingt durch die globale Wirtschaftsschwäche, aber auch aufgrund struktureller Marktschwächen in den Bereichen Hydro und Metals Forming (Schuler) – im Jahresvergleich stark zurückging, stiegen Umsatz, Ergebnis (EBITA) und Rentabilität leicht an.

Das EBITA im 2. Quartal 2020 betrug 104,2 M EUR und stieg etwas stärker als der Umsatz an. Während die Geschäftsbereiche Pulp & Paper und Separation eine sehr erfreuliche Ergebnisentwicklung zeigten, war das Ergebnis vor allem im Geschäftsbereich Metals durch die Abarbeitung von margenschwachen Aufträgen sowie eine Unterauslastung im Bereich Metals Forming (Schuler) weiterhin sehr niedrig.

Auch der Geschäftsbereich Hydro verzeichnete im Jahresvergleich einen Rückgang beim Ergebnis und der Rentabilität. Das EBITA der ANDRITZ-GRUPPE im 1. Halbjahr 2020 betrug174,3 M EUR und lag geringfügig unter dem Vorjahresvergleichswert (-1,8%vs. H1 2019: 177,5MEUR).

Das Finanzergebnisim 2. Quartal 2020 betrug -8,9 M EUR und verbesserte sich damit deutlich gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal (Q2 2019: -14,4 M EUR).

Damit einhergehend stieg das Konzernergebnis (nach Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) im 2. Quartal 2020 auf 53,4 M EUR (Q2 2019: 43,9 M EUR). Im 1. Halbjahr 2020 betrug das Konzernergebnis (nach Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) 84,9 M EUR (H1 2019: 77,5MEUR).

AUSBLICK FÜR 2020: LEICHT RÜCKLÄUFIGER UMSATZ BEI STABILER RENTABILITÄT

Die von ANDRITZ bedienten Märkte waren bzw.sind immer nochvon den negativen Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. Viele Investitionsprojekte bzw. Auftragsvergaben wurden kundenseitig verlangsamtoder bis auf weiteres verschoben. ANDRITZ wird die unmittelbar nach Beginn der Corona-Krise gesetzten Maßnahmen zur Erzielung kurzfristiger Kosteneinsparungen auch in den kommenden Monaten fortführen und auch Anpassungen zur mittelfristigen Optimierung der Kostenstrukturen vornehmen.

Dies betrifft insbesondere die Bereiche Hydro und Metals Forming, die beide von anhaltend strukturellen Marktschwächen betroffen sind, die durch die globale Wirtschaftsabschwächung verstärkt werden. Aus diesem Grundsind für beide Bereiche kapazitive Anpassungen geplant, für die im 3. Quartal 2020 insgesamt Rückstellungen in Höhe eines mittleren/oberenzweistelligen Millionen-Euro-Betrags gebildet werden. Ziel dieser Maßnahmen ist die Anpassung der Kapazitäten und Kostenstrukturen auf ein mittelfristig etwas niedrigeres Geschäftsvolumen in beiden Bereichen. Basierend auf der Entwicklung des Auftragseingangs im 1. Halbjahr 2020, dem bestehenden Auftragsbestand der Gruppe per Ultimo Juni sowie den Markterwartungen für das laufende zweite Halbjahr erwartet ANDRITZ für das Geschäftsjahr 2020 aus heutiger Sicht einen im Vergleich zu 2019 (6.674 M EUR) etwas niedrigeren Umsatz. DieRentabilität (EBITA-Marge, basierend auf dem berichteten operativenErgebnis (EBITA) nach Berücksichtigung der oben genannten Rückstellungenfür kapazitive Anpassungsmaßnahmen) sollte trotz des Umsatzrückgangs in etwa auf dem Vorjahresniveau liegen (EBITA-Margeberichtet 2019: ca. 5%).

Sollte sich die Situation der Weltwirtschaft im Jahresverlauf jedoch weiterverschärfen, könnten weitere finanzielle Vorsorgen für zusätzliche kapazitive Anpassungen in einzelnen Geschäftsbereichen notwendig sein, die das Ergebnis der ANDRITZ-GRUPPE negativ beeinträchtigen könnten.

>>> Hier zum Download: PM zum Finanzbericht/Kennzahlen





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