Der bvse informiert den Mittelstand über Abfall, Sekundärrohstoffe, Recycling und Entsorgung.

Menu
Sie sind hier:

Quelle: CPH-Gruppe

CPH-Gruppe in Gewinnzone aber Papier unter Druck

Die Schweizer CPH-Guppe, zu der auch der Schweizer Produzent von Pressepapieren und der Schweizer Altpapierrecycler, Perlen Papier, sowie Perlen Packaging im Bereich der Verpackungsfolien gehören, hat am die Ergebnisse aus seinem Halbjahresbericht 2020 veröffentlicht.

Bedingt durch die Corona-Pandemie ging der Umsatz der CPH-Gruppe im ersten Halbjahr 2020 um 13.3% auf CHF 231.8 Mio. zurück und das Betriebsergebnis (EBIT) sank auf  CHF  17.8 Mio. Das Nettoergebnis war mit CHF 27.2  Mio. unverändert, wozu ausserordentliche Erträge massgeblich beitrugen.

Das erste Halbjahr 2020 stand ganz im Zeichen der Coronakrise, die sich sehr unterschiedlich auf die Geschäftstätigkeit der drei Geschäftsbereiche auswirkte. Der auf die Pharmaindustrie ausgerichtete Bereich Verpackung und einzelne Produktsegmente des Bereichs  Chemie  registrierten  rekordhohe  Auftragseingänge,  während  die  Nachfrage  nach grafischen Pressepapieren und nach Molekularsieben für industrielle Anwendungen einbrach.

Insgesamt  nahm  der  Umsatz  der  CPH-Gruppe  im  ersten  Halbjahr  2020  gegenüber  der Vorjahresperiode um 13.3% auf CHF 231.8 Mio. ab. Währungsbereinigt ging der Umsatz um 8.2% zurück.

Papier unter Druck

Der Umsatzrückgang war zu einem grossen Teil auf den Bereich Papier zurückzuführen. Zwar stieg der Informationsbedarf der Bevölkerung in der Krisensituation markant an, gleichzeitig gingen aber die Werbeeinnahmen der Medienhäuser drastisch zurück. In der Folge schrumpften Auflagen und Umfang der Zeitungen und entsprechend auch die Nachfrage nach Papier. Dies zwang den Bereich Papier zu mehrtägigen Stillständen beider Papiermaschinen.

Da die Aufwände für Material, Energie und Personal nicht in vergleichbarem Ausmass zurückgefahren werden konnten, ging das Betriebsergebnis (EBIT) der CPH-Gruppe um CHF 14.2 Mio. auf CHF 17.8 Mio. zurück.

0721 GF CPHPeter Schildknecht, CEO der CPH-Gruppe«Trotz der grossen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie  erwirtschafteten  alle  Bereiche  im  ersten  Halbjahr  ein  positives  Betriebsergebnis», sagte Peter Schildknecht, CEO der CPH-Gruppe.

Nettoergebnis unverändert

Dass das Nettoergebnis mit CHF 27.2 Mio. erneutden Stand des Vorjahres erreichte, ist auch auf  ausserordentliche Erträge von CHF 12.0  Mio. zurückzuführen. 

Der Kanton Zürich hat im Frühjahr den Auftrag zur Seegrundsanierung vor dem ehemaligen Betriebsstandort des Bereichs Chemie in Uetikon an einen Totalunternehmer vergeben. Da  die  Kosten der Sanierung  tiefer ausfallen werden als beim Verkauf des Areals an den Kanton geschätzt worden war, konnte die CPH-Gruppe entsprechende Rückstellungen auflösen. Der Cash Flow ging im ersten Halbjahr vor allem volumenbedingt um 35.1% auf CHF 27.5 Mio. zurück. Die CPH-Gruppe ist mit einem Eigenkapitalanteil von 66% solide finanziert und verfügt über liquide Mittel von CHF 103.0 Mio.

Der Personalbestand war Ende Juni 2020 mit 1095 im Vergleich zum Vorjahr praktisch unverändert.

Produktion und Lieferfähigkeit sichergestellt

Dank der bei Ausbruch der Coronakrise unmittelbar eingeleiteten strategischen und operativen Massnahmen konnten alle Geschäftsbereiche die Produktion und die Lieferfähigkeit aufrechterhalten. Bereits im  Januar hatte das  lokale Management in China  ausreichend Hygienematerial beschafft, bevor die Auswirkungen der Pandemie überhaupt absehbar waren. Daher konnten die Produktionsanlagen in Donghai und Suzhou nach den behördlichen Schliessungsmassnahmen in relativ kurzer Zeit wieder in Betrieb genommen und die Produktionsausfälle in den folgenden Monaten kompensiert werden.

Verpackung profitiert

Die  Corona-Pandemie  hatte   wie erwähnt   auch  positive  Auswirkungen: Der Bedarf an Medikamenten zur Selbstmedikation stieg und entsprechend auch die Nachfrage nach Folien für Blisterverpackungen. Der Bereich Verpackung konnte daher den Umsatz im ersten Halbjahr steigern und erreichte auch bei der EBIT-Marge einen neuen Höchstwert.

Ausblick 2020

Ob und wie schnell sich die Weltkonjunktur vom massiven Rückschlag durch die Coronakriseerholt,  ist  kaum  abschätzbar.  Auch  wenn  die  Pandemie  nicht  wieder  aufflammt,  rechnet  die CPH-Gruppe für 2020 mit starken Auswirkungen auf den Geschäftsgang.

«Sowohl Umsatz als auch operatives Ergebnis werden im laufenden Jahrdeutlich zurückgehen. Trotzdem wird die CPH-Gruppe  auch 2020  einen  Gewinn  schreiben  unddas  Nettoergebnis  dürfte  im  tieferen zweistelligen Millionenbereich liegen», sagte Peter Schildknecht.

Zum Download:
Halbjahresbericht 2020

Quelle: www.cph.ch 

Icon Mitglieder Mitglied werden Presse top

Wir benutzen lediglich technisch notwendige Sessioncookies, die das einwandfreie Funktionieren der Internetseite gewährleisten und die keine personenbezogenen Daten enthalten.