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Duale Systeme starten bundesweite Informationskampagne „Mülltrennung wirkt“

Mit einer Flashmob-Performance an der Gedächtniskirche in Berlin startete heute die bundesweite Informationskampagne „Mülltrennung wirkt“ der dualen Systeme.

00 pk veoliaAxel Subklew (links) präsentiert in Berlin die Kampagne Bild: VeoliaDiese sind für die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verpackungsabfällen in Deutschland zuständig. Unter dem Motto „Wir trommeln für die Mülltrennung“ funktionierten Musiker Gelbe Tonnen zu Percussion-Instrumenten um und lockten mit Trommelrhythmus und einer Mülltrennungs-Pantomime zahlreiche Schaulustige an. Zuvor hatten die dualen Systeme ihre neue Kampagne der Öffentlichkeit vorgestellt.

Diese hat zum Ziel, Bürgerinnen und Bürger in Deutschland über die richtige Mülltrennung aufzuklären und mit Irrtümern und Müllmythen aufzuräumen. Denn nach wie vor ist der Anteil an Restmüll im Gelben Sack und in der Gelben Tonne zu hoch. Diese dienen ausschließlich der Sammlung von sogenannten Leichtverpackungen, also Verpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundstoffen. Zu viel Restmüll in den Behältnissen erschwert oder verhindert das Recycling, wodurch dem Wertstoffkreislauf wichtige Materialien verloren gehen.

Axel Subklew, Sprecher der Kampagne „Mülltrennung wirkt“: „Die Endverbraucher haben eine zentrale Rolle im Recycling und leisten durch eine konsequente Mülltrennung einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz. Mit der bundesweit angelegten Kampagne informieren wir sie und motivieren gleichzeitig zum Mitmachen. Denn nur korrekt getrennte Verpackungen können recycelt werden. Insgesamt möchten wir erreichen, dass sich die Qualität der Sammelmengen in den Gelben Säcken und Tonnen dauerhaft verbessert.“

Auch für bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock ist  der Start der bundesweiten Kampagne "Mülltrennung wirkt" ein guter Tag für mehr Recycling und Kreislaufwirtschaft in Deutschland. Die Botschaft seit klar: Wer Recycling will, der muss sich für die getrennte Sammlung schon bei den privaten Haushalten einsetzen.

Rehbock: "Je besser die Mülltrennung, desto mehr Recycling und Klimaschutz ist möglich, denn Recycling spart gegenüber der Produktherstellung mit Rohstoffen jede Menge Energie und vermindert dadurch den CO2-Ausstoß. Deshalb brauchen wir gute Sammelqualitäten, denn auch die besten Sortieranlagen kapitulieren, wenn der Input schlecht ist. Der bvse hat jahrelang eine nachhaltige bundesweite Kampagne gefordert. Das Verpackungsgesetz hat diese neue Kampagne jetzt möglich gemacht und die dualen Systeme stellen sich ihrer Verantwortung. Der bvse und die Recycling- und Entsorgungsunternehmen in Deutschland werden diese Kampagne nach besten Kräften unterstützen."

Mix unterschiedlicher Werbeformen und Medien

Nachdem die Kampagne „Mülltrennung wirkt“ 2019 in einem Pilotversuch in Stadt und Landkreis Euskirchen/NRW erfolgreich getestet wurde, startet sie nun in ganz Deutschland. Die Verbraucherinnen und Verbraucher werden auf verschiedenen Wegen informiert, wie sie ihren Verpackungsabfall richtig trennen. Die dualen Systeme klären darüber auf, was in den Gelben Sack bzw. die Gelbe Tonne gehört und was nicht – und welchen Sinn die Mülltrennung für die Ressourcenschonung und die Umwelt hat. Neben TV- und Radiospots auf vielen überregionalen und regionalen Sendern konzentriert sich die Kampagne vor allem auf digitale Medien. Dazu gehören Videos und Online-Banner mit animierten Grafiken und auch Advertorials mit Fakten rund um die Mülltrennung. Ebenfalls findet die Information auf den Social-Media-Plattformen Facebook und Instagram statt, wo die Nutzerinnen und Nutzer direkt ihre Fragen zur Mülltrennung stellen können. Die Influencerin Louisa Dellert, die über Nachhaltigkeit und Umweltschutz bloggt, begleitet die Kampagne auf ihrem Instagram-Kanal.

Kampagnenseite mülltrennung-wirkt.de mit umfassenden Informationen

Zahlreiche Informationen finden Interessierte auf der Kampagnenseite mülltrennung-wirkt.de. Hier erhalten Nutzerinnen und Nutzer Antworten auf alle Fragen rund um die Trennung von Verpackungsmüll sowie Wissenswertes über die verschiedenen Verpackungen, das Recycling und die dualen Systeme. Zudem wird mit gängigen Vorurteilen und Irrtümern aufgeräumt. Sei es die Annahme, der getrennte Müll werde ohnehin wieder zusammengeworfen oder die im Gelben Sack und in der Gelben Tonne gesammelten Verpackungen würden ausschließlich verbrannt. Abgerundet wird die Seite durch eine Postleitzahlensuche nach lokalen Ansprechpartnern in Sachen Entsorgung.

Darüber hinaus gibt es für Abfallberater, Entsorger sowie Hersteller und Handel einen geschützten Bereich. Hier können registrierte Nutzerinnen und Nutzer Motive der Kampagne und Plakate herunterladen und sie, mit ihrem Logo versehen, für die eigene Verbraucherkommunikation einsetzen. Dieses Angebot wird laufend erweitert.

Jüngere Menschen im Fokus

Die Kampagne richtet sich an die breite Öffentlichkeit und damit an alle Endverbraucherinnen und Endverbraucher, die durch die richtige Abfalltrennung einen wichtigen Beitrag für das Verpackungsrecycling leisten können. Zudem setzt sie einen besonderen Fokus auf jüngere Menschen, die in der Vergangenheit wenig über Mülltrennung informiert wurden, aber durch ihr Klimabewusstsein offen für das Thema sind.

Zum Hintergrund:
Mit dem am 1. Januar 2019 in Kraft getretenen Verpackungsgesetz (VerpackG) gelten bundesweit neue Recyclingquoten, die von den dualen Systemen erfüllt werden müssen. Das Gesetz nimmt auch erstmals die Bürgerinnen und Bürger in die Pflicht, ihren Müll besser zu trennen. Falsch entsorgter Abfall im Gelben Sack oder in der Gelben Tonne ist keine Seltenheit. Von den in Deutschland jährlich rund 2,6 Millionen Tonnen über die Gelben Säcke und Tonnen gesammelten Materialien sind etwa 70 Prozent Verpackungen und durchschnittlich 30 Prozent nicht richtig entsorgter Restmüll. In manchen Gebieten liegt die Fehlwurfquote sogar bei bis zu 60 Prozent.